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Die Kirche als die Herausforderung für die Jugend



 Dimitrije Z. Plećević (getauft als Neven), Diplomökologe,  geboren  1983 in  Jagodina.

Als Gymnasiast fand er sich in der glorreichen kaiserlischen Lavra, dem Kloster des Erzengels Michaels auf der Halbinsel Prevlaka in Montenegro, wo er unter dem Segen der Heiligen Märtyrer von Miholjska Prevlaka sein Talent als Schriftsteller erkannte. Seine ersten Verse widmete er dem mystischen Heiligengedenktag dieser kaiserlichen Lavra und ihren MärtyrernIn den letzten Jahren schreibt er über hagiografische und lithurgische Themen.

In den Amt des Messdieners und Diakons wurde er am 10.05.2007 im Kloster Miholjska Prevlaka von Seiner Eminenz, Amfilohije, dem Metropoliten von Montenegro geweiht und nahm den Namen Dimitrije zu Ehren des Heiligen Großmärtyrers, Demetrios von Thesalloniki an.

Er ist Teilnehmer vieler Seminare, Zeuge der Ereignisse, und Akteur  der christlich-orthodoxen Tribinen und ist bei den jugendlichen sehr beliebt.  Durch seine rhetorische Gabe hat er viele Jugendliche und  skeptische Mitglieder der Kirche im Glauben gefestigt. Während des Gesprächs mit diesem   talentierten

jungen Menschen  fühlen wir die Flamme der göttlichen Liebe, die er austrahlt.  Er ist ganz im  Leuchtfeuer der Predigt. Junge Menschen zeugen vom inneren Wandel durch die Begegnung mit ihm. Einer sagte: „Durch seine Freude und den authentischen Ansatz öffnet er die Herzen  der „hartnäckigsten Ateisten“ und zeigt ihnen den Zugang zum Glauben.

In dieser Zeit hat die Kirche eine besondere Stellung im Leben des orthodoxen Christen eingenommen. Die schwere Periode als die politische Macht die Kirche unterdrückte ist hinter uns, aber die negativen Folgen sind auch heute spürbar.

Die Folgen für die Jugendlichen sind am deutlichsten. Hierbei sprechen wir von der Generation, die nicht im Christus gefestigt ist. Somit ist für diese Generation die Kirche und der Glaube der Väter eine Novum und zugleich eine Herausforderung. Mit dem Ziel die Antworten darauf zu finden und die Kirche, so wie sie ist und wie sie bleiben wird, dem Leser nahezubringen, sprachen wir mit Dimitrije Plećević. Er gab uns die Antworten auf einige Fragen zu diesem Thema.

 
Bruder Dimitrije, alltäglich begegnen Sie dieser Problematik der Jugend und der Kirche. Wie ist Ihre Sicht und Ihre Erfahrung darüber?

 
    Ich würde es eher als eine gegenseitige Beziehung zwischen der Jugend und der Kirche nennen. Der Begriff Problematik scheint mir nicht passend zu sein.

Global gesehen, in den letzten Jahren ist ersichtlich, dass junge Menschen ein reges Interesse für die Kirche zeigen, und nicht nur als Betrachter, sondern auch mit dem Wunsch ein unzertrennliches Glied der Kirche zu werden und lithurgisch zu leben  mit dem ganzen Spektrum der religiösen Erfahrung.

 

Es ermutigt mich, ud ich betone das oft, dass der Jugendliche mit ganzer Kraft seiner Wesens der Kirche begegenet, frei die kirchliche Welt  erforscht, vergleicht, seine Schlüsse zieht und letzenendes seine eigene  Entscheidung trifft, und diese Entscheidung ist meistens rettend, denn in der mysthischen Erfahrung des christlichen Lebens erfährt er alles, was er bis dahin nicht hatte, und das ist die Wirklichkeit der ewigen Freude.

  

In einem Interview hat Seine Heiligkeit, der Patriarch Pawle einen wunderschönen Gedanken gehabt: „Alle freuen sich, wenn das bei der Geburt des Kindes, nur das Kind weint, und wenn es stirbt, sollten alle weinen, und das Kind sollte sich freuen.“ Sagen Sie uns bitte, welche Gebote sollten befolgt werden und wie sollte man leben, um diesen Segen beim übergang in dasReich Gottes zu besitzen.
 
 

Diese Frage ist unzertennlich mit jedem Augenblick unserer Existenz verbunden und mit Recht ist diese Frage als existentiell zu verstehen. Die Antwort darauf  kann man nicht universell geben, aber man kann auf jeden Fall sagen, welche grundlegenden Werten man folgen sollte. Das sind evangelische Prinzipien, die durch das Leben unserer heiligen Ahnen empirisch bewiesen  und klar behauptet worden sind. Unser Leben sollten mit dem Prinzip der Botschaft des Heiligen Paulus im Einklang stehen: Entscheidend ist einzig und allein, ob Christus in ihm lebt.“(Kol 3,11) Wir sind berufen, dass diese Auffassung ein unzertrennliches Teil unserer Persönlichkeit wird. Erst dann werden wir in der Lage sein im Geiste zu urteilen, zu handeln und zu leben. Das Gesetz und die Gebote, die Gott dem alten Izrael gab, die mysthisch in der Person des Gottesmenschen, Herr Jesus Christus erfüllt worden sind, kann man auf einfache Weise verblidlichen und verstehen, wenn wir es auf ein einziges Gesetz reduzieren und dieses Gesetz ist Liebe. Es handelt sich hierbei um keine  vergängliche Scheinliebe oder ihr blasses Abbild, die Verliebtheit. Das ist die geweihte Liebe der Auferstehung, diejenige Liebe, die unsere Schwächen zu nichte macht , die den Urgrund allen Lebens affirmiert. Wir leben nach dem Willen Gottes lediglich dann, wenn wir diese Liebe in uns tragen. Ohne diese Liebe sind wir nichts.  


Wie reagiert der junge Mensch auf die Herausforderung der Begegnung mit dem Mysterium der Heiligen Kirche Gottes?



Der Mensch freut sich, denn er erfährt sich selbt in der Person des Gottesmenschen, Jesus Christus. Er begegnet den Gaben der Liebe und der Freiheit. Diese Gaben sind nicht bedingt, sondern sie sind im Mysterium der Erkenntnis verkündet.
    

Wem begegnet der junge Mensch auf dem Weg zwischen den jugendlichen Ideen und der Kirche?

 

Meistens begegnet er sich selbst, seinen Erinnerungen, seinen Höhepunkten und seinen Niederlagen, seinen Wünschen, seinen Leistungen und seinen Neigungen.  Die jugendlichen Ideen bringen den Menschen bis zu unvorstellbaren Höhen, aber sie können auch zu den tiesften Niederugnen führen. Andererseits die Kirche offenbart der jungen Persönlichkeit die Möglichkeit der Realisierung der Ambition und des Ideals. Somit wird aus der Neigung und der Ambition als einer  temporären  Herausforderung ein edler Wunsch zur Herrlichkeit. Lediglich dann sind Wünsche und Ideale unverderblich. Bis zu Moment, wenn Jugendliche das Geheimnis der kirchlichen Gemeinschaft begreifen, kann noch ein Konflikt zwischen der jugendlichen Idee und der Kirche bestehen, aber dann gibt es keinen Konflikt mehr und all unser Streben verwandelt sich dann in das Rettende.

 

Erfahren Sie bei den Jugendlichen und den noch skeptischen Menschen eine gewisse Angst?


Mann kann sagen, dass eine Dosis Angst bei ihnen besteht. Sie ist auch berechtigt wegen der Ungewissheit vor dem Unbekannten.    Wie die Geschwindichkeit unseres Lebens zunimmt, so sind die Menschen immer vorsichtiger in Bezug auf  alles, so auch bezüglich des Glaubens, aber diese anfänglichen Ängste, wenn sie überhaupt da sind,  wiederlegen sich sehr schnell von selbst und verwandeln sich in eine unsagbare stille Freude, die das ganze Wesen des Menschen einnimmt. Das Wesen wird geweckt und erhellt durch das unmaterielle Licht. Das Wesen wird edler allein durch Jesus Christus. 


Ist die Kirche derzeitig vorbereitet dem Jugendlichen das zu geben, was er bracht?
 

Das ist zweifellos, denn die Erfahrung der Kirche ist nicht auf dem Vergänglichen der dieseitigen Existenz begründet, sondern auf dem stetigen Vorkosten des ewigen Lebens.   Der Kopf der Kirche ist der Auferstandene Herr, und in Ihm ist die Quelle des allen Segens. Unabhängig von allen Zeiten, Personen und Umständen offenbart die Kirche eine verwandelte Existenz in dem heiligen Mysterium des Lebens.

 

Wo ist das Wesen des  mystischen Reichtums, den die Kirche dem jungen Menschen anbietet?    

 

Das Wesen dessen, was die Kirche plichtgemäß nicht nur dem Jugendlichen, sondern jedem Menschen,   anbieten kann und soll, ist das lithurgische Leben und die konstante Wirklichkeit des Lebens in der eucharistischen Einheit in Gott.   Ausser in der Fülle und der Geimschaft der Kirche, woanders kann man das nicht finden. Hier ist unser Leben und unsere Entscheidung für das Himmlische Reich.

 


Sind sich die Jugendlichen heutzutage überhaupt bewußt, was am weltlichen Leben außerhalb der kirchlihen Gemeinschaft mangelhaft ist?

 

 

Sie sind sich dessen zweifellos tief bewußt, denn sonst  würden sie nicht danach suchen. Es ist die Suche nach etwas, was sie nicht besitzen und sie füllen, dass  ihnen das geistige Leben fehlt. Ohne dieses Bewußtsein, gibt es keine Suche. Derjenige, der nicht sucht, wird auch nicht finden. Nur derjenige, der nach der wahren Erleuchtung und Aufklärung sucht, kommt zum Ziel. Die Worte unseres Herrn bezeugen das: „ Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt.“
(Johan.8,12).

 

 

Streben die Jugendlichen heutzutage nach dem gesitigen Leben und wie fassen sie das geistige Leben überhaupt auf?  Wie reagieren sie, wenn sie dem wahren chroistlich-orthodoxen geistigen Leben begegnen ?



 

Der Natur jedes Menschen ist der Drang nach Geistigem immanent. Das bezieht sich auch auch auf die Jugend.    Das ist ein unzertrennliches Teil von uns, denn Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn (Gen. 1,26). Unabhängig davon, wie wir uns bemühen, den Drang nach Höherem zu unterdrücken, dieser Drang existiert in uns, und es ist nur die Frage der Zeit bzw. Unseres Zustands, wann dieser Drang zum Vorschein kommen wird. Die Auseinandersetzung damit ist unvermeidlich. Zum Geistigen kann der Mensch verschiedenartig  Kontatkt herstellen. Das hängt von unserer Heangehensweise ab. Wenn wir zum Geistigen mit dem Wunsch, das Wesentliche zu erreichen, herangehen, werden wir Erfolg haben. Solange  wir es aber mit der Pseudogeistigkeit zu tun haben und mit den falschen Richtlinien, werden wir permanent im Konflikt mit uns, mit Gott und mit unseren Nächsten haben. Die Begegnung der Jugend mit der christlichen Orthodoxie erscheint stets als eine Form definitiver Begeisterung des Jugendlichen, und diese Flamme vewandelt sich in eine Art des Lebensstroms. Dieser Zustand dauert als geistiger stiller Hafen. Das bezeugen viele Hymnen und Gebete, die von der Lebenserfahrung der Heiligen Väter besiegelt worden sind.

 

 

 

Wie kann man dem Jugendlichen helfen, der einmal ein negatives Erlebnis mit der Kirche bzw.  mit dem Klerus hatte?

 

Das sind gefährliche Situationen. Es ist bekannt, dass wir mit unseren schlechten Taten den wahrhaftig Gläubigen und nach Gott Suchenden vom Glauben abbringen können. Die negative Erfahrung dieser Art ist schwierig zu anullieren, aber es gibt Möglichkeiten. Die beste Möglichkeit ist unsere neue und lebendige Bezeugung. Diese Bezeugung darf kein leeres Wort sein, sondern sollte sich in der Praxis sichtbar machen. Dies kann den Entäuschten ganz trösten und ihn  wieder zum kirchlichen Leben aufrufen und bewegen.

 

   

Wie kann man dem jungen Menschen offenbaren, dass die Kirche keine veraltete Institution sei und sie ihn seiner Freiheit nicht raubt?



Es gibt nur einen Weg. Wir sollten zwar helfen, aber der jungen Persönlichkeit auch erlauben, die ganze Fülle der Schönheit und das ganze Spektrum des christlich -orthodoxen Glaubens selbst als eigene Erfahrung zu erkennen. Hierbei sollten keine Akzente auf den orthodoxen Glauben als Philosophie gesetzt werden.
Der junge Mensch kann  in der Bezeugung durch das Leben selbst auf richtige Weise die Bedeutung der Kirche als der Hütterin der lebendigen Wahrheit und als das ewig Moderne und Aktuelle erfassen. Er wird sehen, dass die Stereotypen  hier  keine Rolle spielen. So wird er dem Problem der Freiheit begegnen, und lediglich die christliche Orthodoxie kann dieses Problem bis zum tiefsten Grund verstehen und empfinden. Die Orthodoxie ist nur im Christi sinnvoll.
   

 

 

 

Sagen sie uns bitte, wie wichtig ist im Leben   das Mysterium der Heiligen Communion, denn durch die Communion bilden wir die Gemeinschaft in Christi?

 

   Wesentlich! Die Communion ist notwendig, denn sie beinhaltet das Leben. Ausserhalb dieses Mysteriums gibt es keine Essenz und es existiert keine wahre Realität.  Wenn wir nicht eucharistisch leben, können wir uns nicht als gläubig bezeichnen im wahrsten Sinne des Wortes, und wir sind nicht in der Kirche Gottes, da wir nicht in der Gemeinschaft existieren, und ausserhalb der Gemisnchaft ist alles andere Lethargie. Immer sollten wir bezeugen, dass die Heilige Communion die Quelle und ein Delta von allem in Gott ist. Durch die Communion erkennen wir uns selbst und wir erkennen auch das, was uns als Persönlichkeit ausmacht.

 

 

Wie kann beim Jugendlichen der authentischen Wunsch zum Empfang der Communion entwickelt werden?

 

 

Durch die Bezeugung derer, die   regelmäßig Communion empfangen. Die persönliche Erfahrung des eucharistischen Lebens anderer  Gläubigen ist hierbei überzeugend. Man sollte eucharistisch leben und mit dem eigenen Leben dies bezeugen. Das ist unsere Pflicht, aber auch ein Bedürfnis der aktiven Mitglieder der Kirche. Die Jugend sollte man auffordern, regelmäßig dieses Mysterium zu empfangen,sie auf wahre Werte hinweisen und auf die Notwendigkeit der Communion auch. Man sollte sie nicht ängstigen, und davon abbringen. Durch die Communion werden unsere Sünden und Fehler vergeben, und dadurch werden wir auch gewürdigt, und zwar nicht wegen unserer Tugend, sondern durch Gottes Gnade.

 

 


Wie erklärt man dem jungen Menschen den Trank der Weisheit, den er durch die Heiligen Mysterien kostet?

 

 

Mit gutem Beispiel solten kirchlich aktive Gläubige anderen Menschen mit ihrem Leben und ihrer Erfahrung Beispiel geben.    Die Freude der Menschen, die die Communion empfangen haben, die diese Freude ohne Selbstsucht durch die Lichter der mystischen Gnade ausstrahlen und uns, die  es nicht geschafft haben, diesen Zustand zu erreichen, damit berühren, ist die stärkste Bezeugung und Erklärung. Man sollte klar zeigen, dass es außerhalb des Kontexts der Gemeinschaft keine Gaben des Glaubens gibt. Man sollte hierbezüglich der Botschaft der Apostel folgen:
  Bewahre diese kostbare Gabe, die man dir anvertraut hat. Die Kraft dazu wird dir Gottes Heiliger Geist geben, der in uns wohnt.” (2. Tim. 1,14).

 

 

 

Wie verstehen die Jugendlichen die Heilige Lithurgie?

Wenn sie sich auf richtige Weise mit der Lithurgie bekannt machen, verstehen sie die Lithurgie ganz gut. Sie neigen dann dazu, sich noch tiefer über die  Liturgie zu informieren, und mehr zu erfahren.  Falls sie schon wahrhaftig lithurgisch leben, dann haben sie den Wunsch die Gabe Gottes, die durch die Lithurgie getragen wird, stets zu behalten. Das ist eigentlich unser Weg zu der ewigen Gemeinschaft in Gott.

 

 

 

Wieviel wird ihnen die Möglichkeit gegeben, die Lithurgie zu verstehen?

 

 

Das hängt von ihnen selbst ab und von ihrem Streben und ihrem Bedürfnis, den heutzutage gibt es eine Menge an lebendigen Bezeugungen , an Schriften, an  übersetzungen von Schriften der Heiligen Väter. Noch wichtiger ist, dass es aktive lithurgische Gemeinschaften gibt, und so kann jeder die Antwort finden.  

 

 

Haben wir gute Hirten, die bereit sind, den Jugendlichen all das zu geben, was ihnen notwendig ist?

 

 

Zweifellos. Jede Zeit hat ihre Hirten, aber man sollte sie im Meer der geistigen Strömungen erkennen .   Wir vertrauen an die Gabe des Heiligen Geistes, dass wir die Hirten erkennen werden, die uns Christus, und nicht sich selbst, näher bringen. Es handelt sich hierbei um Hirten, die  Theologie der Auferstehung bezeugen, und nicht nur die westliche Euphorie über das Kreuz und die Leiden Christi. Das ist zwar eine Stufe, die wichtig ist, aber erst mit dem Glauben an den Tag der Auferstehung, der kommen wird, wird die ganze Leiter bestiegen.

 

 

 

Ohne unsere Liebe kommen wir nicht das Reich Gottes, und die Tore bleiben uns verschlossen. Wie bringt man den jungen Menschen zu den Toren?

 

 

Sie haben schon die Antwort gegeben. Nur die Bezeugunen und die Taten der Liebe   können das Licht auf dem Weg der Suche nach Gott sein. (Matthäus 5:14-16)

Sie werden durch das Licht unserer Freude über das eshatologische Ziel ermutigt und folgen dem Weg des Lebens.

 

 

 

Bietet die Kirche den Jugendlichen  die Möglichkeit, sich in der Gemeinschaft zu zeigen? Wie kann man den Jugendlichen dazu bewegen, ein Teil der „Gemeinschaft“ zu sein?

 

 

 

Die Mission der Kirche besteht darin, dem Jugendlichen die Möglichkeiten zu geben innerhalb der Gemeinschaft seine Talente und somit sich selbst zu erkennen. Der Gott gibt uns Talenete gerade wegen der Gemeinschaft. Das vermehrte Talent ist nur dann wahr, wenn es bezeugt, bewiesen und fruchtbar ist im Rahmen der lithurgischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Gläubigen. Der junge Mensch sollte    die Kirche entdecken   und ihr mit  seinen Talenten dienen, denn auf diese Weise wird er sich als organisches Teil der Gemeinschaft erfahren, und diese Zugehörigkeit ist dann sinnstiftend.
   

 

 

Worin besteht das Wesen der Gemeinschaft und der Heiligen Eucharistie?

 

 

Es geht um die gemeinsame Existenz in Gott aller Gläubigen miteinander.  Wir werden ein Teil im Leibe Christi. Das versammelt uns und heiligt uns durch die Gabe der Gnade. Die Eucharistie  geschieht in der Gemeinschaft und die Gemeinschaft vollendet sich in der Eucharistie. Das Eine ist die Voraussetzung für das Andere, und umgekehrt.

 

 

Wie verbindet man die Kirche und die Jugend?

 

 

In der Kirche durch die Bedeutung der Gemeinschaft und der Liebe als dem Wesen der göttlichen Ordnung im Rahmen der Erlösung wird der Jugendliche seine eigene Identität erfahren

 



Wie ist die Beziehung des jungen Menschen zum Priester bzw.   Geistlichen?

 

 

Das kann man nicht allgemein definieren, den es hängt von der Persönlichkeit und dem Charakter beider Seiten ab.  Die Beziehung  zwischen dem Beichtvater und dem Priester einerseits und dem jungen Gläubigen andererseits sollte auf Vertauensbasis und Liebe fundiert sein. Der Gläubige sollte überzeugt sein, dass der Priester vom Heiligen Geist inspiriert worden ist und sich der Wille Gottes durch ihn offenbart. Wenn die Beziehung andersartig ist, wird sie nicht fruchtbar und nützlich sein. Den Jugentlichen sollte man zeigen, dass sie in der Gemeinschaft willkommen sind und man sie braucht. Sie haben ihren authentischen Platz darin.

 

 


Von wem suchen die Jugendlichen den Rat; von den Priestern oder den geistigen Altvätern mit viel Erfahrung?

 

 

Das hängt davon ab, wem sie zuerst begegnen und auf wen sie hingewiesen werden.    Schlechter geistiger Rat kann gefährlich sein, vor allem wenn er vom weltlichen  Priester stammt. Es ist leicht zu sagen, dass die Jugendlichen zu den Mönchspriestern gehen sollen. Eigentlich ist es richtig, wenn sie beichten und geistigen Rat bei ihrem Gemeindepriester suchen im Rahmen ihrer lithurgischen Gemeinschaft. Man sollte das Leben der Mönche und das religiöse Leben  in der Welt trennen können. Wenn wir diese Grenzen verwischen, kann das für uns und unsere soziale Umgebung Gefahren bringen. Das kann sogar die Gemeinschaft auseinander bringen.

 

Worin besteht der Sinn des Heiligen Mysteriums der Beichte und wie ist er der Jugend beizubringen?  

Wieweit die Jugend darüber informiert ist, hängt von jeder einzelenen Person  und von ihrem Wunsch nach Erkenntnis ab.   Die Lehre über die Beichte und Reue, sollte nicht auf der Kausalität von der Sünde und Reue beruhen, sondern es sollte das segensreiche geistige Heilmittel der Reue gezeigt werden, das uns aus der Unwissenheit und aus dem schlechten Zustand erweckt. Wir sollten niemanden mit den  Sünden und Beichten ängstigen, sondern ihn belehren und die Reue bezeugen.

 

 

Un die Reue selbst ?
  

Die Reue ist wahrhaftig mystisch, denn sie verwandelt unsere Persönlichkeit, und stellt die Harmonie zwischen uns und Gott wieder her.  Die Reue schenkt  die Gabe der reinigenden Tränen. Der Schatten der Sünde verschwindet. In unserem Bewußtsein erscheint der tiefe Gedanke, dass wir gereinigt sind und wir freuen uns wie die Kinder. Die Reue kann man nicht lehren. Man kann sie nur leben.
  
 

Wodurch kann man nun den Glauben dem  junge Menschen näher bringen?



Den Glauben verbreitet man vor allem durch die Offenheit der Bezeugung, mittels der Wahrheit und durch das eigene Beispiel. Die Theorie ist wichtig , aber die Erfahrung des Glaubens ist schwerwiegend. Damit entwaffnen wir die hartnäckigsten Personen mit konservativsten Überzeugungen.

 

 

Was sollte die Kirche noch anbieten, um die Jugend im Glauben zu festigen?

 

Das aktive lithurgische Leben ist wesentliches Element und der unaufhörliche Strom in der Bildung der geistigen Gemeinschaft durch die Communion. Das gibt die Fülle des geistigen Lebens. Das wird in der Kirche  mit Akzent betont. Das ist das einzig richtige und gabensreiche Angebot.

 

 

Wie kann man den jungen Menschen, die in Sekten sind, helfen?

 


Das Bezeugen der einzigen Wahrheit ohne Agression, sondern mit Liebe hilft hierbei. Man soll  für diese Menschen beten und Gott bitten, ihnen den wahren Weg der Erkenntnis zu zeigen. Die Agression und Disskussion mit Überredung hilft hier wenig, sondern die Geduld, Liebe und wesentlich die Hoffnung auf die gabensreiche Mitwirkung des Heiligen Geistes ist ein erprobtes Mittel.

 

 


Wie sollten wir den Glauben dem jungen Menschen zeigen?

 

Wir bezeugen den Galuben einfach durch das Leben in Freude und mit Bezeugung der Auferstehung Christi.
   

 

 

Haben junge Menschen Angst in die Kirche zu gehen, da sie sich vor Verurteilung befürchten?

 

 

Die Angst existiert auch, aber wenn wir ihnen die Liebe zeigen, und ihnen zeigen, dass wir sie brauchen, dass sie ein Teil der Gemeinschaft sind, dann verschwindet die Angst, und bleibt nur die Freude.

 

 

Die orthodoxen Christen unterscheiden sich gerade durch diese Freude in Christi.
Wie überträgt man diese Freude der Jugend?

 

Man macht das stufenweise und ohne Druckmittel und durch Hinweise auf wahre Werte. Wenn sie sich in die eucharistische Gemeinschaft einleben, werden sie das Mysterium der Freude selbt erfahren.
   

 

Binden sich die Jugendlichen am meisten an die Personen, die ihnen die Freude in Christi geben?

 

 

Das stimmt, aber wir alle sollten sie eigentlich nur an Gott binden.


   

Wie offen ist die Jugend heutzutage für dieses Thema. Kommuniziert sie gern? Wie frei ist sie?

 

Die Jugend ist offen.  Sie möchte kommunizieren. Sie verlangt aber ehrliches Verhältnis ohne Betrug. Wenn man sie belügt, verliert man sie. Die Jugend entfremdet sich. Wenn wir die Liebe zeigen, wird ihre Frucht reifen.

   

 

Wie ist die Sicht der Jugend auf das Mönchtum?

 

Der ehrliche Glaube verlangt nach dem Ideal des geistigen Lebens.  Jeder von uns hatte seine Phase des Mönchtums während seiner geistigen Entwicklung gehabt. Diesen Weg wollten wir alle in manchen Momenten verfolgen. Die Jugend liebt und respektiert das Mönchtum, denn sie fühlt die Ehrlichkeit und die besondere Bestimmung der Mönche. Man sollte betonen, dass beide Wege zum Erretter führen. Das gleiche Evangelium ist uns gegeben und das gleiche Ziel, lediglich die Wege unterscheiden sich. Es ist falsch, die Mönche im Vergleich zum weltlichen Weg des Glaubens zu idealisieren und umgekehrt. Die Bestimmung des Mönchtums ist klar und deutlich. Es handelt sich bei ihnen um einen besonderen Aufruf Gottes.


 

 

Verlangen die Jugendlichen heutzutage viel und suchen sie in der Kirche lediglich nach einer Abwechselung?

 

Sie suchen viel, sonst würden sie sich nicht darauf einlassen. Sie suchen nach der ganzen Entfaltung der Persönlichkeit und nach dem ganzen Sinn. Den Sinn finden sie in der Kirche.

 

   

Wie erleben junge Menschen die Liebe?

 

Sie sehen in der Liebe den einzigen Pfad der Rettung, die den Menschen mit Gott verbindet, aber auch die Menschen miteinander, und die Menschheit mit der ganzen Schöpfung.
Einzig die Liebe scheint in den Augen der Jugend, die unvergängliche Frucht zu gebären und den Sinn des Göttlichen und des Menschlichen zu zeigen.
   

 

Die Jugend verwendet moderne Technologie und elektronische Medien. Ist die Serbisch-orthodoxe Kirche bereit auf diesem Wege der Jugend näher zu kommen.

 

 

Die Kirche muss dazu bereit sein und bereit werden. Alles Existente, so auch die modernen Medien, kann man für das Gute nutzen, falls wir den Willen zur Tat, den Wunsch nach der Bezeugung des Glaubens und die Liebe zu Gott und der Menscheit besitzen. Wir besitzen nur das, was wir geben. Wir sollten nicht kleingläubig und lahm sein, sondern beseelt von Liebe und Eifer. So werden wir zu lebendigen Leuchtürmen Christi werden. Nur auf diese Weise bringen wir der jungen Persönlichkeit Gott und den Glauben näher.

 


Wir bedanken uns, dass sie unserer Einladung zu diesem Gespräch entgegengekommen sind, und ein  Teil ihrer Zeit uns gewidmet haben, um die Missionskammer der Webseite des Klosters Lepavina zu bereichern. Besonders freut uns, dass sie selbt ein junger Mensch sind, der bereit ist für die Wahrheit Christi zu kämpfen. Das zeigt Ihre bisherige Arbeit

 

 

 

Bibliographische Angaben:



1. Akatist i molbeni kanon Svetitelju Nikolaju Žičkom(Akathistos und Kanonhymne zum Heiligen Bischof Nikolaus von Žiča), Samizdat-Herausgeber, Belgrad 2005.


 

2. Srpski Svetačnik – sabornik životopisa svetitelja, svetinja i čudotvornih ikona u Srpskoj Pravoslavnoj Crkvi (Serbische Heiligenväter- Sammelband vom Leben der Heiligenväter, den Heiligtümern und wundertätigen Ikonen in der Serbisch-orthodoxen Kirche), Slovensko slovo, Belgrad, 2006, 2008.


3. Sveti Prevlački mučenici – tajna projavljena mirotočenjem, Manastir Svetog arhanđela Mihaila na Prevlaci, (Die Heiligen Märtyrer von Prevlaka) Prevlaka 2007.

 


4. Sveti velikomučenik Prokopije zaštitnik grada Niša (Der Heilige Grossmärtyrer Prokopius, Schutzpatron der Stadt Niš) Centar za Crkvene studije, Niš, 2008.
 

 

Aktuelle Projekte:

1. Sveti sveštenomučenik Avakum Beogradski i njegovo vreme.( Der Heilige Priestermärtyrer Habaquq von Belgrad und seine Zeit)


2.Liturgijsko poštovanje svetiteljskih moštiju. (Lithurgische Verehrung der Heiligengebeine)

 

Lithurgik Arbieten:

1. Akatist Svetom sveštenomučeniku Joanikiju, mitropolitu Crnogorsko-primorskom.(Akathistos zum Heiligen Priestermärtyrer Joanikios, dem Metropoliten von Montenegro)
 

2. Akatist sveštenomučeniku Avakumu Beogradskom. (Akathistos zum Heiligen Priestermärtyrer Habaquq von Belgrad)


3. Akatist Svetom prepodobnom  Romilu Ravaničkom. (Akathistos zum Heiligen Rhomylos von Ravanica)
 

4.  Presvetoj Bogorodici u čast Njene svete Ikone Umiljenje Jovanjsko .( Akathistos zur Allheiligen Mutter Gottes zu Ehren ihrer Heiligen Ikone „Umiljenje Jovanjsko)


5. Akatist Presvetoj Bogorodici u čast Njene svete Ikone Umiljenje Sočaničko.(Akathistos zur Allheiligen Mutter Gottes zu Ehren ihrer Heiligen Ikone „Umiljenje Sočaničko)

 

6. Žitije, služba i Akatist Svetim novomučenicima Momišićkim(Das Leben, Akathistos und Andacht  zu den Heiligen Neumärtyrern von Momišići), Podgorica , 2008.


7. Akatist Sveštenoispovedniku Kirilu Dalmatinsko-bokeljskom.( Akathistos zum Heiligen Kyrill von Dalmatien und Boka Kotorska)

 

 

 

Zeitungsartikel und Studien:

1. Sveti Sveštenomučenik Joanikije, mitropolit Crnogorsko-primorski.(Der Heilige Priestermärtyrer Joanikios, dem Metropoliten von Montenegro), Pravoslavlje, 2000.
 

 

2. Obezboženje krsne slave (Die Entsakralisierung des Familenpatrons) , Politika-Magazin,2003.


3. Svetitelji i svetinje Eparhije šumadijske, Kalenić 2007.


4. Sveštenomučenik Joanikije svedočitelj života neprolaznog (Der Heilige Priestermärtyrer Joanikios, der Zeuge des unvergänglichen Lebens) Apostolski vesnik br.1, Aranđelovac.2007.


5. Prvovrhovni apostoli Petar i Pavle evanđelski primeri pokajanja i spoznanja( Die Heiligen Apostel Petrus und Paulus als evangelische Beispiele der Reue und der Erkenntnis) Apostolski vesnik br.1, Aranđelovac2007.
 

6. Sveti arhanđeli i anđeli Božiji( Heilige Engel und Erzengel), Apostolski vesnik vr.2, Aranđelovac, 2008.
 

7. Svetitelj Nikolaj Miriklijski čudotvorac (Der Heilige Bischof und Wundertäter Nikolaus von Myra, Apostolski vesnik, br.2,  Aranđelovac 2008.

 

 

Vorworte zu Büchern und weitere Texte:

1. Pedestenica – ognjište Duha Svetoga (prikaz knjige Pedesetnica, sabornik ludosti propovjedanja, autora jeromonaha Ilariona Đurice) – Pfingsten und die Flamme des Heiligen Geistes ( Vorstellung des Buches von Hieromönch Illarion Đurica).
 

2. U ljubavi, radosti i nadi – Prepodobni Justin Svedočitelj Vaskrsenja (predgovor zbirci pesama o prepodobnom Justinu Novom, autora jeromonaha Ilariona Đurice) – In Liebe, Freude und Hoffnung – Hl. Justin, Zeuge der Auferstehung – Vorwort zum Gedichtband  über den Neuheiligen Justin Popović von Hieromönch Illarion Đurica.
 

 

3. Vama je otac đavo, jer je on otac laža i laži (predgovor knjizi Ujed za dušu, autora Ivana Ivanovića) -  Euer Vater ist der Teufel, denn er ist der Vater der Lüge (Vorwort zum Buch „Die Stachel für die Seele von Ivan Ivanović.


4. Svešteni miomiris Velikog Grigorija (predgovor srpskom izdanju Dijaloga, svetitelja Grigorija Velikog), izdavač: Ambrozijana Serbica, 2007. (Der sakrale Duft des Heiligen Gregor – Vorwort zur serbischen Hrsg. der „Dialoge“ des Hl. Gregor , des Großen)

 


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Das Gespr
äch führte Sonja Emreković
04.10.09 Frankfurt (Main)





Ubersetz. v. Radomir Vu
čić

10.11.09 Belgrad


 

http://www.manastir-lepavina.org/cms/slike/upload/oh1100_thumb(1).gif
 

Die Kirche als die Herausforderung für die Jugend ( in serbischer Sprache)

 

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Ein Vortrag vom Hypodiakon Dimitrije Plećević aus Aranđelovac mit dem Thema "Die Kirche als die Herauforderung für die Jugend ". Der Vortrag wurde am Sonntag des 20.09.2009 im geistigen Zentrum der Kirchengemeinde in Podgorica gehalten.


Quelle : Radio Svetigora

Pročitano: 2184 puta

ARCHIMANDRITE GAVRILO

Liebe Besucher unserer Webseite des Klosters Lepavina! Aufgrund der hohen Besucheranzahl unserer Webseite, fühle ich mich geehrt die Verantwortung zu übernehmen, Ihnen unterschiedliche Ereignisse aus der serbisch orthodoxen Kirche und des Klosters Lepavina auf Deutsch zu beschreiben. Wir möchten Sie gerne darüber informieren, dass wir auch einige deutsche Texte über verschiedene Themen, die bei anderen orthodoxen Websites zu finden sind, demnächst auf unserer Website präsentieren werden. Ich hoffe sehr und glaube daran, dass der Herr mir dabei helfen wird.

Mit dem Segen des Herrn, aus dem Kloster Lepavina, Archimandrit Gavrilo

Krst
Njegovo Visokopreosvestenstvo Mitropolit G. Porfirije

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Otac Gavrilo

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