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DIE GEISTIGE GESANDTSCHAFT DES PATER GABRIEL IN DER VIRTUELLEN WELT

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Falls Sie irgendwann die Gelegenheit bekommen der Persönlichkeit Pater Gabriels, des Klostervorstehers des Klosters Lepavina zu begegnen, und falls diese Begegnung in der virtuellen Wirklichkeit stattfindet, könnte sich dadurch sowohl Ihr ganzer Lebensrhytmus als auch die Auffassung über die moderne mediale Welt der informatischen Zivilisation verändern…

Eines Morgens stehen Sie auf und plötzlich ist der ganze digitale Raum als einzigartige und wunderbare terra missionaris abgebildet, und wenn wir unseren Blick schärfer einstellen, da es sich um keine visuelle oder andersartige Sensation handelt, auf die der heutige Mensch besonders ansprechbar ist, sondern um eine zu tiefst erlebte Begegung, dann danken Sie dem Lieben Gott, dass er alles so weise eingerichtet hat, und besonders wichtig erscheint dann Einem, dass die Rettungsmission der Kirche auch in den Irrungen und Wäldern des cyber space immer noch lebendig und fruchtbar ist, nämlich durch die Persönlichkeit des Geistlichen, der eine besonderen Status, Dank seines jahrzehnelangen gesegneten Werkes, in der Serbisch-Orthodoxen Kirche genießt, und der auf eine seltene Weise aus der Kirchenhierarchie durch besondere Offenheit gegenueber dem Neuen hervorsticht und das Neue mehr als eine missionarische und kirchen-zivilisatorische Herausforderung versteht und weniger als eine Quelle der Versuchung und des Übels.

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Pater Gabriel in seiner virtuellen Mission

Der unendliche Raum der virtuellen Netzwerke ist plötzlich nach diesen Begegnungen und der ungezwungenen Aufklärung durch unseren Pater nicht mehr den metereologischen Launen des Ideen- und Informationsüberfüllten Raumes ausgesetzt, denn Pater Gabriel ist auch hier in der Lage mit einer Dosis Humor bzw. mit l’esprit an besonderen Tagen die Schocktherapie an seinen geistigen Ziehkindern anzuwenden, um somit tiefere Ängste auszutreiben oder für komplexere Fragen, Antworten und ˙(Er)Lösungen zu finden. All das bedeutet, dass man auch beim orthodoxen Klerus jemanden finden kann, der genau in den Gewässern des Informationsozeans steuert.

Der Gläubige empfindet das als sehr wirklichkeitsnah. Neben den Gebestrufen an die christlich-orthodoxen apostolischen und apostelgleichen Vorreiter, die einst dem Würfel folgend in die heidnischen Gegenden der Welt die zivilisatorische Gesandtschaft mit der frohen Botschaft brachten, und im gleichen Züge mit den alltäglichen Aufgaben, die uns Pater Gabriel seinem Seelsorgeamt entsprechend gibt, wir Kinder des Westens bekommen vom Pater auch die assoziative Freiheit, uns an die einstige Segeltour auf der „Santa Maria“ damals noch mit vollen Segeln auf das neue Kontinent der Offenbarung hinsteuernd, oder auch an die Pilgerfahrt auf der „Mayflower“ einen Rückblick zu werfen.

Hierbei handelt es sich einfach um ikonomisch-pädagogische Methodik, um se mal anders zu formulieren. Das bedeutet nun auch, dass das Mysterium nicht unbedingt in dem klerikalen bzw. religiösen terminologischen Gewandt zu finden ist, sondern auch in manchen tieferen pneumatologischen und atmosphärischen Bewegungen der christlichen Orthodoxie.
So ist manchmal kein langer Schritt vom Internet bis zur aktiven Teilnahme am Heiligen Mysterium in der liturgischen Zellebrierung Sonntags, oder an jedem anderen Tag, oder in jeder Minute in einer ewigen undurchbrochenen Folge. Bis gestern noch geistige Kinder lediglich aus der virtuellen Ebene, kann man nunmehr dieselben Personen Mitten im Gottesdienst im Kloster Lepavina vorfinden und zusammen mit Pater Gabriel und der Bruderschaft beispielsweise in der Gebetsgemeinschaft Morgengebete flüstern hören.

Es ist auch ein Erlebnis mit Pater Basileus von Lepavina zusammen Holz zu hacken oder einfach im kontemplativen Gebet zu schweigen einige Stunden, oder mit Pater Teophanos unter Voraussetzung, dass man wirklich es sich verdient hat, ein bischen die kleine Schafs- un Ziegenherde zu hüten, oder mit Pater Markus die Bohnensuppe in der Klosterküche zu rühren bzw. 2-3 Äpfel als Geschenk zu bekommen, und zwar am Tag des Küchenpatrons, des Hl-Koch-Efrosinos.

Die diesseitige Wirklichkeit ändert sich also auf mystische Weise über geistige Netzverbindung auch bei den Kindern in London, Chikago oder Tokio und fängt an sich in gottesmenschlichen Tonalitäten zu färben, denn die geistige Strahlung des Klosters Lepavina und der Wundertätigen Ikone der Mutter Gottes von Lepavina wirkt( dafür gibt es unzählige Zeugnisse) auch über die Bildschirme und hierbei ist die Hörigkeit dem geistigen Pater Gabriel von höchster Bedeutung, denn durch diese geistige Akkustik werden gordische Knoten aus unseren durch tausende von Fehlern verworrenen Lebensnetz gelöst und entfernt, nicht selten mit dem Schwert des Wortes.

Es gibt so Tage: nehmen wir mal an, es handele sich um einen gewöhnlichen Dienstag, und in unserer mailbox erscheint die überraschende Nachricht vom Pater Gabriel, die nicht selten unser Leben um 180 Grad drehen kann, nur im positiven Uhrzeigersinn.

Obwohl sich dieser Text leicht schreibt, sollten wir nicht vergessen, dass der Weg nach Lepavina nicht leicht ist, und dass auch andere tieffrequente Strahlen existieren, denen wir ausgesetzt sind. Selbst Pater Gabriel hatte schwere gesundheitliche Versuchungen diesbezüglich gehabt, aber dem lieben Gott und Gottesmutter von Lepavina sei Dank auf wundersame Weise Pater Gabriel wurde geheilt.
Auf einem Hügel über dem Kloster, der eigentlich in einem Tal duch Vorsehung errichtet wurde, wie dass sehr gut Bruder Nenad einmal beobachtete, eigentlich die Person, die als Informatiker für den technischen Erhalt und den Ausbau der Webpräsentation und der ganzen Netzinfastruktur des Klosters von Anfang an zuständig ist, können wir uns an diejenigen erinnern, die hier für die Welt starben und hier liegen geblieben sind. E sind die Mönche dieses Kloster, die in ihren Gebeten direkt oder indirekt diejenigen in der globalen und virtuellen Diaspora erhalten, um sich nicht in den Irrungen zu verlieren.

Es sind nur wenige ausgenommene unter den Pilgern vorzufinden, die wenn sie einmal vom Geist des ATHOS ( Heiliger Berg) berührt worden sind, nicht dauerhaft mit dem Heiligtum von Lepavina, der Ikone der Muttergottes von Lepavina verbunden bleiben. Es ist hierbei zu sagen, dass den spezifischen Geist der Orthodoxie von Athos hierher nach Lepavina in Kroatien und Bilogora vor Jahrzehnten Pater Gabriel aus dem serbischen Kloster Hillandar auf Athos wieder brachte, und so bleiben die Pilger mit der Bruderschaft und dem Kloster in griechenland auch dauerhaft verbunden: Die Menschen begegnen sich hier auf eine nicht alltägliche Weise, ohne dass der Raum und Zeit wirkliche Hindernisse darstellen. Wenn wir „hier“ sagen, dann meinen wir nicht nur die körperliche Begegnung im Kloster selbst, sondern die Begegnung findet auch auf jede andere kommunikative Art statt. Alle Gläubige bilden eine Gemeinschaft vom hochgeistigen Intelektuellen bis zur unglaublich duldsamen Dame aus der nächsten Provinz, die in der Lage ist bis zur 8 Stunden auf die Antwort von Pater Basileus zu warten, um lediglich die Information zu erhalten welche Dimensionen der Textilstoff haben muss, den sie als ihre Gabe an das Heiligtum nähen möchte. So ändert sich durch diese Zeitverschiebung die meterlänge des Stoffes irgendwie in kilometerlange Stunden des Wartens,…und dann begegnen wir hier auch die Mutter Michaela eines Tages aus dem Kloster zu Ehren des Einzugs der Mutter Gottes in den Tempel in Belgrad, die im hohen Alter auf die Pilgerfahrt ging oder bis zum Onkel Dragan aus dem Osten Serbiens, der Pater Gabriel hochgezogen hat. Onkel Dragan erscheint derartig plötzlich als ob er sich gerade aus den altrussischen Märchen im Kloster von Lepavina materialisiert hat wobei er in seiner Übergroßen Reisetasche zwei Zweige des Basilikums, die aus der Seele des Hl.- Nikolai – Velimirovic gewachsen sind, als Gabe trägt.

Es kommen zum Heiligtum von Lepavina und zum Archimandriten Gabriel auch Andersgläubige, und so sieht man auf den Namenslisten, für die auch in Gebeten für Segen und Gesundheit vor der wundertätigen Ikone gebetet wird, die Namen römisch-katholischer oder islamischer Herkunft bzw. die Namen Angehöriger anderer Völker, sowohl im lateinischen als auch im kyrilischen Alphabet. Und man liebt das Miteinander, denn herrlich und weise ist das Werk Gottes und der Mensch ist ein tiefes, mystisches und von Gott geliebtes Wesen, und man wird vom einer unvergesslichen Freude der Gebets- und Lithurgischen Gemeinschaft erfasst.

Man weiß sowohl von der grossen auf dem Berg Athos gesammelten geistigen Erfahrung von Pater Gabriel bis zur seit seiner Kindheit vom Onkel Dragan geformten authentischen und ehrlichen seelischen und geistigen inneren Bewegung die aus dem Schoss der Mystik der serbischen Gottesanbeter stammt.

Alltäglich geschehen Wunder im Kloster Lepavina und so ist schwer auch für den Skeptiker, Pessimisten, gar Nihilisten an der Güte Gottes in allem Existenten zu zweifeln, denn in allem ist auch der Keim des Göttlichen. So kann man diesem Pfad mit gutem Willen folgen und man braucht auch nicht unbedingt mit aller Kraft zu negieren, dass man Internet auch zur Lobpreisung Gottes im Sinne der christlichen Orthodoxie erfolgreich nutzen kann und zum Zwecke der Erfüllung der sotiorologischen Funktion der Kirche, denn das, was im Kloster Lepavina getan wird breitet sich im geistig verwandten Sinne auch über die Webseite des Klosters weiter bzw. über direkten Kontakt mit Pater Gabriel per Skype-Verbindung und über die geistige Tribine, wo live ueber die Gottes Herrlichkeit und manche andere theologische Probleme gesprochen wird.

So gehen wir spezieren über arkadische Gebiete der Klosterheiden unweit der Kapelle des Hl.-Tychon-Sadonski in Gesellschaft von Pater Theophanos wobei das Thema des Gesprächs der Gesang in der orthodoxen Kirche ist. Das bleibt nicht ohne weiteres ohne den Einfluss auf die Klosterherde, und man kann wirklich nach langen Irrwegen behaupten, dass man sich endlich in der geistigen Metropolle par excellen befindet.

Trotz der Tatsache, dass jeder in der Bruderschaft aber auch unter den weltlichen Gläubigen von den virtuellen und anderen Heiden seine eigene Theologie ein bischen besitzt, mehr oder weniger
augebaut, wie Pater Gabriel zu sagen pflegt, ist das alles dennoch die Orthodoxie obwohl nicht jeder im kontemplativen Gebet der Isihia verweilt.
Bis zu welchem Maße wird der Mensch in jeder Zeit und jedem Raum, gar im Raum der virtuellen Realität und der Träume die Wahrheit erkennen, jene Wahrheit, die uns von den Ketten und den Abhängigkeiten befreien wird, hängt vor allem vom konkreten Leben nach moralischen Gesetzen, der Reue, dem Maß der Minderung der Sünde und in erster Linie vom Gefühl der Liebe, denn Gott ist Liebe und auch vom Empfang der heiligen Mysterien im religiös aktiven Leben ab.

Die Frage, die sich hier stellt, ist nicht die Frage ob Internet verdirbt oder nicht, sondern wem wir unser Vertrauen schenken, welcher Autorität und nach welchen Kriterien sie sich als Autorität mit moralischen Zeugnissen aus dem wirklichen Leben erwiesen hat.

Pater Gabriel hat eine ereignissreiche Biografie diesbezüglich gehabt, so auch im vom Krieg heimgesuchten kroatischen Land, das in jener Zeit viel anfälliger und riskanter als geistiger Raum sich manifestiert hat als die virtuelle Realität unserer Zeit. Indem er die kleine Herde duch den Kriegswind erfolgreich geführt hat und aus dem geistigen Tsunami ans feste Land gezogen hat in einer damals vom Krieg heimgesuchten Landschaft, in derselben Weise schafft er es, seine Kinder aus den „virtuellen Welten“ zu führen. So ist es gut hier im Internet mit Pater Gabriel zu verweilen.

Radomir Vučić, 25. - 26.09.2008 im Kloster Lepavina

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Interview mit Bruder Nenad und Schwester Radmila im Rundfunk „Svetigora“ in serbischer Sprache

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ANALITISCHER RüCKBLICK AUF DAS GEISTIGE WIRKEN PATER GABRIELS IM WEB - RAUM

Das orthodoxe Kloster trägt in sich einen Widerspruch. Einerseits sind seine Bewohner und Verwalter Mönche bzw. Menschen, die dem Weltlichen den Rücken gekehrt haben; und zugleich verkörpern sie den höchsten Ausdruck des Geistigen innerhalb der Kirche. Sie sind stille Wegweiser für den Laien.

Die Einheit der Kirche, ihrer Mitglieder und verschiedener Gemeinden zieht auch die Klöster in ihrer Ganzheit mit ein. Die Kirche mit ihrer himmlischen Herkunft und den göttlichen Energien, die durch sie strömen, eine Institution die mit ihrer ganzen Kraft und Elan dem Menschen und seinem irdischen Leben gewandt ist. Sie findet ihre Rechtfertigung in ihrer diesseitigen Mission. Diese Mission besteht u. A. in der Zuwendung zum Menschen, seiner Besserung und seiner Rettung. Zuwendung zum lebendigen Menschen und seiner Rettung! Diese Rettung also ist nur in diesem Leben zu erkämpfen obwohl dieses Leben unermeßlich kürzer ist als jenes ewige Leben ohne Wiederkehr.

Diese weltliche Orientierung der Kirche ist völlig logisch in ihrer ganzen Heiligkeit aus der sie entstanden ist. Sie ist fundamental in den Schriften der Heiligen Väter der Kirche durchargumentiert worden. Ihre Wurzeln findet sie in dem Aufruf des Heiligen Johannes des Täufers nach Reue an die Menschen, um diesen Schritt zu wagen bevor das schon nahe Himmlische Reich endgültig erscheint
Das Kloster ist ein Ort wo ehemalige Laien geradezu entgegengesetzt dem weltlichen Klerus sich von der Welt abwenden, dem Himmel zuwenden und versuchen im Gebet ganz nahe Begegnung mit dem Heiligen zu erreichen.

Dafür ist Frieden, Ruhe, Schweigsamkeit, kontemplatives Gebet, Trennung vom Irdischen und Zurückhaltung und manchmal sogar völlige Isolation von dieser Welt notwendig. Klosterbruderschaften sind im 4. Jh. als eine Antwort auf die Verweltlichung, Institutionalisierung und latente Verstaatlichung der Kirche entstanden. Da sie aber in der Einheit der einen orthodoxen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche geblieben sind, haben sie die Orthodoxie von der Häresie bewahrt. Das Ergebnis war nicht nur die Rettung, sondern auch eine Bereicherung der Kirche für die nächsten Jahrhunderte. So kann man ohne dieses Erbe die Kirche sich gar nicht mehr vorstellen.

Die Klöster sind auch heute mit einem hoch bezahlten Preis der Abwendung von der Welt, die Träger der geistigen Souverenität und Hüter der Einsichten, die keine andere Institution oder Organisatiomn besitzt. Durch die Eingänge an den hohen Türmen, enge Tore unter den runden Gemäuern, über halsbrecherische Treppen eingemeißelt in den vertikalen Felsen und über schwache Brücken hoch über den Abgründen immer weiter und höher, steigen die Gläubigen zu den Klostern. In der Ruhe des Klosters versuchen sie die weltlichen Lasten abzulegen, und Momente des inneren Friedens, die geistige Aufklärung, Genesung, Rat undTrost zu finden. Die Mönche nehmen auf und geben zurück…

So sind die Klöster heute wie Jahrhunderte zuvor für die Gläubigen mit wenigen Ausnahmen offen. Viele Überlieferungen erzählen von den Begegnungen der Laien und der Mönche im Altertum. Die heutige Zeit gibt uns die Möglichkeit auch selbst zu den Klöstern zu pilgern, um uns zu überzeugen, dass das keine Phantasien sind.

Das Gelöbnis der Mönche ist offensichtlich keine egoistische Abschussrampe für den Weg nach oben, oder eine Art religiösen Sports, der andere weniger begabte hinter ( unter) sich lässt . Der Flug des Mönchs zieht die ganze Glaubensgemeinschaft nach oben. Der Mönch betet für die ganze Welt, aber manchmal ist das nicht genug. Manchmal bietet das Kloster den Gemeindemitgliedern, Staatsmännern, Rechtschaffenden, den Sündern, den Gästen, den Kranken, den Traurigen, den Touristen, den Untröstlichen, den Heimatlosen, den Hungrigen, den Durstigen, den Neugierigen, den Vertriebenen und überhaupt jedem Suchenden Unterschlüpf.

Der Gästeempfangssaal ist nicht der wichtigste Raum im Kloster, aber es ist eine Verbindung mit der Welt und deshalb ziemlich wichtig. Dieser Raum verkörpert in meinen Gedanken die untrennbare Gemeinschaft der ganzen Kirche, die den entferntesten Brüdern und Schwestern auf der Welt als den intimsten und innigsten Verwandten empfindet. Wir kennen dieses Gefühl als wir ungeladen kamen und vor dem Klostervorsteher oder der Klostervorsteherin standen, und wir haben uns bis dahin noch nie gesehen, und sie empfiengen uns als ob sie die ganze Zeit nur auf uns gewartet haben und als ob sie nur wegen uns existierten und wirkten.

Diese Verbindung mit der Welt hat heute neue Formen bekommen. Wir haben uns noch nicht ans Telefon im Kloster gewohnt und schon finden wir dort Computer und Internet. Der Hl. Feofan der Klausner hat schon Mitte des 19. Jahrhunderts täglich Dutzende Antworten geschrieben und auf die Briefe der Gläubigen geantwortet, und so hat er symbolisch die Türen seiner Klosterzelle für die Welt offen gehalten. Obwohl nichts das Verweilen im Kreise der Klostermauer mit der wunderbaren Verwandlung des Menschen und seiner Hingabe an den Traum ersetzen kann, vor allem das Aufwachen und Erleben des neuen Tages im Kreise des Heiligtums wie das Aleksandar Deroko in seinen Erinnerungen einst beschrieb, stellt sich dennoch heutzutage eine Frage:» Ist eigentlich üblich, dass christlich-orthodoxe Mönche neben der traditionellen Gastfreundschaft und des Empfangs, mit der Welt auch telefonisch und per Internet Kontakt aufrecht erhalten?
Da wir es nicht sind, die diese Antworten kompetent beantworten können, bleibt uns nichts anderes übrig als sie in unserer Erfahrung und den Erlebnissen zu suchen.

Pater Gabriel von Hilandar, der Klostervorsteher des Klosters Lepavina ist nicht der erste Geistliche, mit dem ich per Internet Kontakt pflegte. Etwas älter ist sein Vorgänger Elliah von Ksiropotam, langjähriger Mönch von Athos, sehr gut bekannt auch unter den serbischen Mönchen. Er gab mir seine Email-Adresse, die er benutzt, wenn er Freunde in den Niederlanden besucht oder in den USA zur medizinischen Behandlung verreist. Obwohl wir gemeinsam nach einem Gottesdienst speisten, die Daten aus seiner Biografie, die eine christlich-orthodoxe Rundfunkstation veröffentlichte, gab er mir trotzdem während eines langen Telefonats.

Pater Gabriel ist aber der erste Geistliche überhaupt mit dem ich direkt per Internet live im chat kommunizierte und auf diese Weise ihn anfing kennenzulernen.
Unsere Übersetzung für chat, nämlich «small talk» ist sicherlich hierbei unpassend. Unsere Gespräche fangen meistens mit dem Segen an und an den Segen glaube ich sehr…
Sicherlich sind meine bisherigen Erfahrungen mit dem Internet und die warnende Predigt unseres Gemeindepriesters der Grund dafür gewesen, dass ich jede Kommunikation dieser Art und gerade mit so einer prominenten Persönlichkeit wie das der Klostervorsteher Pater Gabriel ist, hypervorsichtig starte. Unter der Vorsicht versteht man hierbei auch dieselbe Art von Respekt und Anerkennung, wie wenn man von Angesicht zu Angesicht mit einem Klostervorsteher stehen würde, dieselben Standards. Diese Vorgehensweise hat Früchte getragen, und zwar jene, die ich gar nicht erwartet habe. Ich war noch vom Gedanken erfasst, dass dies schon ein bischen verwunderlich ist, mit einem Klostervorsteher per Internet zu kommunizieren als ich die überraschende Veränderung in der Kommunikation spürte und ein erhöhtes Grad an Vertrauen, und ich dann langsam anfing, etwas mehr von der Persönlichkeit des Paters zu erfahren.

Neben der geistigen Autorität und Kenntnis besitzt der Gesprächspartner auf der anderen Seite der Leitung die Kenntnis der notwendigen Computer - Programme, aber was noch mehr hervorsticht trotz des ernsten Portraits auf dem Profil des Gesprächpartnesr im Chat - Programm, ist die Person mit Humor und Leichtigkeit uns gegenüber irgendwo auf der anderen Seite der Leitung sitz, was ziemlich ansteckend ist, und man empfindet mehr Freude nach dem Gespräch als am Anfang.

Pater Gabriel hat mich gebeten etwas über die Fragen und Antworten, die auf der Webseite des Klosters Lepavina zu lesen sind, zu schreiben. Gleich muss ich unterstreichen, dass die erste Gefahr beim benutzen von Internet die Entfremdung ist, aber hier ist die Entfremdung ausgeschlossen.

Die Entfremdung hierbei würde das Stillen eines Bedürfnisses in Form der Substitution bedeuten also in Form des Ersatzes für das wahre Leben. Ganz Im Geneteil ist der Kontakt mit unserem Pater Gabriel und das Lesen seiner Online-Botschaften anziehend und bewegt Einen auch die wirkliche Begegnung zu wagen. Den scheinbar abseitigen Weg zwischen Koprivnica u Bjelovar wo Kloster Lepavina dazwischen liegt habe ich in meine Route von Europa nach Belgrad nun mit voller Überzeugung eingeplant. Lepavina ist eigentlich niemandem eine Zwischenstation, sie ist vielmehr immer auf dem Weg. Auf unserem Weg! Die Briefe, die wir auf der Webseite in dem Abschnitt „Duhovni doživljaji i utisci...“( Geistige Erfahrungen und Eindrücke) und in dem Abschnitt „Saveti duhovnika i odgovori na svakodnevne nedoumice“ (Ratschäge des Geistigen und die Antworten auf alltägliche Ungewissheiten) lesen, bezeugen noch mehr, dass die die Webseite vom Kloster Lepavina keine „zusätzliche Korrespondenzschule der geistlichen Lehre“ ist, sondern ein Zusatz zum wirklichen Kontakt, dem Aufenthalt und ein Teil der wahren Begegnung, die noch wünschenswerter ist je „wärmer“ der Kontakt ist, und wenn wir zu Hause in der Ferne sitzen, können wir uns kein face to face Gespräch leisten.

Natürlich sind Einsprüche für die Nutzung des Internets für die Kommunikation mit den Gläubigen gerechtfertigt und objektiv. Jede neue Art der Technik trägt mit sich neue Gefahren und Versuchungen, und man müsste das in Betracht ziehen. So hat besipielsweise mein Geistlicher, der noch entfernter von Lepavina wohnt und von dem ich manchmal telefonisch den geistigen Rat suche und bekomme, es vermieden, mir seine Email-Adresse zu geben. Das ist verständlich und gerechtfertigt!

Ein sehr beschäftigter Gemeindepriester hat alle Hände voll zu tun, und wenn er nach Hause kommt, muss er sich erholen und mit seiner Familie die private Sphäre genießen können.
Die Gelegenheit, die sich hier auf der Lepavina-Seite bietet ist nicht zu unterschätzen. Das ist nicht Zusatz oder Zwischenspiel bis zum nächsten Besuch beim Geistlichen. Hier bietet sich eigentlich die Gelegenheit, um ernsthaft zu lernen. Sehr viel verdanke ich auch dem Radio-Svetigora, dessen Sendungen per Internet ausgestrahlt werden wo man eine ganze Schatzkammer an Predigten, Vorträgen und Gesprächen in direktester Form aufbewahrt.

Die Reden des Metropoliten Amfilohije, der Bischofs Atanasije Jeftic, die Nachrichten aus anderen Geminden und orthodoxen Kirchen, Gespräche mit den bekannten weltlichen Mitgliedern des Klerus unserer Kirche wie Momo Krivokapić, Dragan Stanišić, Archimandriten Luka Anić, Gojko Perović und allgemein mit der Elite der Geistlichkeit dieser Zeit; all das hat eine starke missionarische und aufklärerische Rolle obwohl das kein Ersatz für die lithurgische Gemeinschaft und Heilige Mysterien ist. So auch die geistige Bereicherung, die Pater Gabriel bietet darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sowohl die Fragen als auch die Antworten sind keine Füllungen zwischen zwei Gottesdiensten oder das «Aufw ärmen» sondern die Stimme der Wahrheit, die sich auch in dieser Form verkündet zum Ehren und Ruhm Gottes! Ob wir es wollen oder nicht, das Problem liegt in uns selbst, auch dann wenn die Technik als sehr seelenlos und als gnadenlos erweist. An und für sich ist die Technik niemals gut oder böse, sondern dies hängt davonvon wem und wozu sie angewandt wird. Pater Gabriel benutzt das Internet um seiner unglücklicherweise entfernten und zerstreuten und in Kroatien fast ausgestrobener Herde der orthodoxen Christen das Wort der Wahrheit und der Rettung zu verbreiten. So sollte man meines Erachtens die dramatischen Worte und Antworten Pater Gabriels verstehen: Als die einzige Rettung!

Wir suchen nach Hilfe, nach Erleichterung, nach Trost, oft sind wir so geschwächt und dennoch manchmal können wir nicht in der Welt sehen, was sich uns als Medikament und als Wahrheit bietet. Manchmal erscheint uns das als zu allgemeine Antwort, das Vermeiden des konkreten Ratschlags u.s.w., aber hinter allem steht unser Bedürfnis uns dem Geistlichen an den Hals zu werfen, mit nicht nur geistige sondern auch menschliche Nähe herzustellen, die Aufmerksamkeit zu bekommen ohne an ihren Inhalt zu denken, und nicht selten erwarten wir, dass unser Leid und Problem magisch entfernt wird. Die Verantwortung für die Arbeit an der Selbstentwicklung überlassen wir dem geistlichen und wir sind entäuscht wenn das, was wir erwarten, ausbleibt. Auf der Webseite des Klosters von Lepavina sieht man, dass derartige Mißverständnisse im Internet nicht mehr sind als im direkten Kontakt. Man könnte sogar behaupten, dass es weniger sind: Das geschrieben Wort, ob das die Feder ist oder die Tastatur ist ein einzigartiges Filtersystem für diejenigen, die Besserrung auf dem Tablett serviert bekommen möchten. Es macht keinen wesentlichen Unterschied die Fragen schriftlich per Internet oder per Post zu stellen, es wird nur eine gewisse Anstrengung verlangt. In dieser Anstrengung in der gesegneten Tat des Schreibens allein wird schon einiges kondensiert und geformt, was bis zu gewissem Grad in unserem Kopf nicht ganz klar war, aber gedr ückt hat. Manche Geistliche mögen es nicht, wenn man ihnen schreibt und achten mehr auf das gesprochene Wort. Das hat seinen Wert, aber man sollte nicht die kreative, synthetische und reinigende Wirkung des Schreibens unterschätzen unter der Bedingung des minimalne Grades an introspektiver Betrachtung..

So sieht man aus den Nachrichten der Menschen, die Pater Gabriel schreiben, dass sie nicht nur den Wandel sich wünschen, sondern auxch aktive Rolle im Wandel sich wünschen. So sollte man die Anerkennungen und Dankesschreiben seitens der Gläubigen als Respektbezeugungen verstehen, sondern als einen Ausdruck der erlebten Gaben die entsprechend in Worten sich manifestieren.
Wunder sind nicht nur Genesungen, die manchmal geschehen, sondern auch alle «kleine» Wunder der unerklärlichen Sanftmut, Intimität, Wärme, des Segens, der Freude und der inneren Erleuchtung die uns erfassen vor der Mutter Gottes von Lepavina während des Gottesdienstes oder im Gespräch mit dem Geistlichen denn auch diese «Wunder» sind nicht nur entfernt von uns wegen der physischen Entfernung vom Heiligtum, sondern wegen der inneren Entfernung vom Heiligtum.

Der Mehrheit von uns ist ein äußerer Schub notwendig um das Heiligtum in sich selbt zu erkennen: die Berührung des Heiligen Geistes in der Lithurgie, den Duft des Thymians während wir beten, das Gesicht des Mönchs, der sich uns zuwendet, die Schönheit des Tempels. Dennoch, auch wenn das alles ziemlich weit ist, das heiligtum bleibt in uns, wir wenden uns nur von ihr ab.
Die Rubrik wo der Klostervorsteher von Lepavina auf die Fragen der Gl äubigen antwortet ist ein weiterer Schritt zu diesem Ideal: das Heilige zu erkennen und zu bewahren auch dann wenn wir nicht neben dem «ofiziellen» etablierten Heiligtum sind.

Die Intimität der Brüder und Schwester, die auf der Webseite offenbart wird, wirkt nicht unangemessen, sondern menschlich und durchlebt. Man sagt sich, dass die ersten Christen laut ihre Sünden gebeichtet haben vor der ganzen Gemeinschaft, öffentlich- Uns ist das heute unfassba, aber das ist eine Art um seine Freuden und Trauer zu teilen. Hier ist wieder die Gemeinschaftlichkeit gestärkt und zwar per Internet, leider ohne Gesicht und Mimik, ohne den materiellen Kontakt, aber mit dem geistigen Substrat, der uns zu einer gro ßen Familie macht etwas intimerer Mitglieder als zuvor!

Über den geistigen Aspekt der Antwortenvom Pater Gabriel, ich habe natürlich nicht anders zu bericjhten als in der Form der persönlichen Eindrücke. Schon lange verfolge ich über Radio-Svetigora die Sendung «Fragen Sie den Priester» bzw. «Pitajte sveštenika» und ich habe auch alles was mir in die Hände kam diesbezüglich gelesen. Auch die sites wie «Svetosavlje» helfen online wobei da jüngere Priester zu finden sind. Die Fragen sind oft schwierig, komliziert und vielschichtig und um Kollegen aus dem sozialen Dienst zu zitieren «multidisziplinär».
Mit der intensiven Arbeit in der Gemeinde wächst auch die Anzahl der Brüder und Schwester die wichtige geistige Fragen stellen auch in der Zeit der ungezwungenen Begegnungen und Gespräche. Das gebärt Zweifel, die in Gedanken bleiben und jede Antwort ist dann willkommen.

Mein Eindruck allgemein ist derjenige, dass die Einheit und Einstimmigkeit der Antworten in verschiedenen orthodoxen Kirchen den einzigartigen Beweis darstellt, dass der Heilige Geist über die orthodoxe Kirche wacht und durch ihre Würdenträger sich ausdrückt, und nicht irgendeine welchselbare menschliche Weisheit. Daher ist uns unser Dogma so klar und fest – denn sie stammt aus dem Wesen der Kirchenoberhäupter und Führer.

Die Antworten von Pater Gabriel haben abgesehen von diesen unsichtbaren Nutzen und Einsichten auch eine besondere Qualität die wie ich annehme erfahrene Geistliche charakterisiert. Er kreist nicht herum um die evangelische Botschaft in die Lčebenssituation der Gläubigen hineinzupflanzen. Sein Rat ist direkt wie das ein Laie sich nur wünscht. Er trägt in sich eine Lebenseinfachheit als Garantie für Authenzität. Es gibt kein undirektheit, Einführung, Epilog, Breite der Aussage wie beispielsweise in diesem Text von mir. Pater Gabriel hat kein Platz für große Reden obwohl es sicherlich leichter fallen würde ausführlicher zu sein. Die Antworten sind aber deshalb präzise. Als die Person, die nicht nur einmal Priester am Ärmel gezogen hat, kann ich nur sagen, dass dieses „Rezept“ und Medikament die stärskte Wirkumng hat. Zu viele Worte führen zu ihrer Devalvierung und wenn es einem erscheint, dass die Antwort zu kurz ausgefallen ist, soll er glücklich deswegen sein, denn es wird im leichter fallen den rat zu befolgen. Zugleich gibt es keinen Verbot nachzudenken und zu kämpfen. Das bedeutet nicht, dass die Therapie nicht den die knappe Methode bedeutet. Manche fragen wie im falee der Frage Nr. 26 bekommt manchmal auch unerwartet lange Antwort. Die Frage war nur auf den ersten Blick „leicht.“ Das bezeugt, dass die Beachtung von Pater Gabriel individuell ist und jedem angemessen.

In dieser undankbaren Rolle bewahrt pater Gabriel seine Ruhe wie das die Frage und Antwort 17 und 20 bezeugen. Kaum einer wurde hier es vermeiden wenigstens noch einen Satz hinzuzufügen…!
Ich grüße den Besucher dieser Webseite des Klosters lepavina und hoffe, dass wir uns mittels des Schreibens und Lesens etwas näher gekommen sind. Den Brüdern und Schwestern und sich selbst wünsche ich ehrliche Reue als erste und schwierigste, aber unvermeidliche Stufe der Besserung. Bis zur Begegnung in der Heiligen Lithurgie und, falls Gott es so will bis zum Wiedersehen im Kloster!
Im Gorimnhem, Niederlande. Am Tage der Hl. Angelina 2008. Lieber Gott erhöre ihre Gebete und erette uns und ich bete um Gesundheit, Einheit und Fortschritt der Bruderschaft von Lepavina!

Autor: Mihailo Hadži-Cenić
Übersetz. ins Deutsche : Radomir Vučić
01.10.08.


KLOSTER LEPAVINA (GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK)

Nach der Erzählung eines alten Cronikers aus Lepavina, wurde das Kloster im Jahre 1550 errichtet kurz nach der Formierung der ersten serbischen Siedlungen in dieser Gegend gegründet..

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK...


EIN HILANDARAC ZU SEIN IST EINE DER SCHÖNSTEN BESCHÄFTIGUNGEN

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Dies sagt der Ikonenmaler Evstatije Popović, der seinen Namen vor zwei Jahrzehnten genau im Kloster Hilandar bekam…

„Ein „Hilandarac“ außerhalb des Klosters Hilandar zu sein ist eine besondere und ich kann auch sagen eine bedeutende Beschäftigung. Jahrzehntelang lebte das Kloster Hilandar irgendwie komplett über gerade solche Menschen, die in die Heimat zurück gingen, dort unterschiedliche Arbeiten für das Kloster verrichteten und sich untereinander Hilandarac hießen. 15 Jahre lang arbeitete ich für das Kloster neben meiner regelmäßigen Arbeit. Ich lernte dabei zahlreiche Menschen kennen, die sich in das Leben des Klosters verflochten, dadurch dass sie halfen den großen serbischen Garten, die Bibliothek - die Schatzkammer des Klosters Hilandar - zu erhalten“, sagt unser Gast Evstatije Popović.

Er spricht auch darüber, wie er vor zwei Jahrzehnten genau in Hilandar bei seiner Taufe den Namen Evstatije bekam. „Ich war etwas verwirrt aufgrund dieses Namens, so dass ich einige Tage ständig meinen Taufpaten fragte: „Sag mal Pate, wie heiße ich noch mal?“ Der Name ist einfach und er bedeutet: derjenige der stabil bzw. fest im Glauben ist. Nach der Taufe begannen alle mich Evstatije zu rufen. Und als ich danach unterschiedliche Arbeiten für Hilandar verrichtete, so waren die Briefe und Pakete, die ich erhielt, auf den Namen Evstatije ausgestellt und fast vergaß ich, dass ich der Dušan bin.“

Hilandar ist für die Serben das Kloster der Klöster. Warum?

- Es ist genau so wie Sie sagen. Der Heilige Sava ging als Rastko auf den Heiligen Berg Athos und legte das Mönchsgelübde ab. Er übersetzte viel, er arbeitete dort und ihm wurde klar, dass die Serben auf dem Heiligen Berg ihr eigenes Kloster haben sollten. Er kaufte ein verwahrlostes Kloster und baute so mit seinem Vater und dem serbischen Adel das Kloster Hilandar wieder auf. Der Zar übergab ihm - d.h. den Serben – dies zur ewigen Verwendung. So steht es auch in der Urkunde. Der Heilige Sava ist eine sehr interessante Persönlichkeit: er war sehr jung und außerordentlich gebildet für seine Zeit. Die griechische Sprache beherrschte er wie seine Muttersprache, denn seine Mutter Ana, die später die Nonne Anastasija wurde, war eine griechische d.h. eine byzantische Prinzessin. Von seiner frühesten Kindheit an las und übersetzte er viel. Er schrieb das Gesetzesbuch (serb. „zakonik“), die Kanone und den berühmten „Nomokanon“ - das „Gesetzesbuch des Heiligen Sava“ (Anmerkung: das erste serbische bürgerliche und kirchliche Gesetzesbuch), das die Voraussetzung für die Autokephalie war. Der Heilige Sava erkannte sofort, dass das zur Zeit des Stefan Nemanja mächtige Serbien nicht vollkommen abgegrenzt ist, wenn es nicht die Autokephalie bekommt. Das war nicht eine Frage des Zeitpunktes sondern ein „Gelübde“ für nachfolgende Generationen.

D.h. Hilandar ist deswegen bedeutend, weil dort der Ursprung der serbischen Staatlichkeit, der serbischen Autokephalie und der serbischen Geistlichkeit ist. Wir waren auch schon vor dem Heiligen Sava Christen. Aber wir waren nicht vollständig verankert. Der Heilige Sava war ein Mann von Weltformat: er sah die Serben als ein modernes Volk, das abgegrenzt und definiert sein musste.

Was für ein Gefühl ist das, wenn man auf den Wegen geht, die unsere Vorfahren gegangen sind?

- Dieses Gefühl, dass jeder Stein dort in der Tat einen Stempel der Zeit darstellt, ist unbeschreiblich. Ein Beispiel dafür ist der Weg vom Kloster bis hin zur Anlegestelle: hier existiert ein Teil des alten mit Stein gepflasterten Weges, der etwa 35 km lang ist und den der Zar Dušan von Jerisos erbaute. Zu der Zeit als er diese Strasse baute war es tatsächlich die modernste Strasse; so wie z.B. heute eine mehrspurige Autobahn. Und immer wenn ich diesen Weg oder den Weg bis hin zur Kapelle entlang gehe, die der dreihändigen Mutter Gottes gewidmet ist, habe ich das Gefühl wie wenn irgendeiner der Heiligen gerade eben diesen Weg entlang ging. Jeder Stein erinnert nicht nur an sie sondern vor allem an den Heiligen Sava und den Heiligen Simeon. Dort ist auch der Stein auf dem der Heilige Simeon nach dem Abendgebet, so wie die Mönche sagen, sich so gerne hinsetzte um nachzudenken und zu beten. Also egal wo Sie entlang gehen: Sie können nicht anders als über die lange vergangene Zeit nachzudenken, die hier bewahrt ist. Es ist einfach wunderschön hier.

Sie halten sich oft in Hilandar auf. Mit was beschäftigen Sie sich, wenn Sie in Hilandar sind?

- Mein Aufenthalt dort ist in der Tat interessant. Besonders interessant war er zu der Zeit, als ich dort mit dem verstorbenen Vater Pajsije arbeitete. Damals begannen wir mit der Ausgabe von Übersetzungen geistlicher Literatur aus dem Kloster Hilandar. Heute existieren schon über fünfzig Bücher. Die Tage in Hilandar sahen so aus: ich führte dort den Seitenumbruch der Bücher durch und lehrte dabei die Mönche diese Arbeit zu tun. Wir arbeiteten mit Scheren, damals gab es noch keinen Computer. Ich errichtete dort buchstäblich eine Redaktion. Und da es seinerzeit keinen Strom gab, brachte Vater Pajsije zwei Spiegel. Einen davon stellte er an das Fenster und den zweiten stellte er neben den Arbeitstisch, so dass das Licht auf unsere Arbeitsstelle geführt wurde. Viele Mönche kamen dann am Tisch zusammen um zu helfen und zu lernen; es war wunderbar. Heute gibt es ein Elektrizitätswerk, so dass es elektrische Energie gibt.

In dieser Zeit wurden wir - die „Hilandarce“ - von einer unglaublichen Energie erfasst: uns war bewusst, dass wir für ein großes Heiligtum arbeiten, und dass wir unsere Arbeit und Zeit für die Ewigkeit investieren. In unseren Gedanken waren immer der Heilige Sava und seine Aufopferungen. Wir alle, die wir damals in Hilandar waren, arbeiteten umsonst. Das war unsere aus Folgsamkeit auszuführende Aufgabe. Wir empfanden es sogar als beschämend, als uns jemand Geld für unsere Tätigkeit anbot, denn wir arbeiteten für das Kloster Hilandar.

Was lehrten Sie die Mönche?

- Die schönsten Augenblicke im Kloster sind nach der Liturgie, d.h. wenn wir uns alle gegen halb acht Uhr morgens vor dem Salon versammeln. Dort gibt es viele Stühle und kleine Bänke auf denen man sich hinsetzen konnte. Dort ist auch der Abt. Irgendjemand von den Mönchen kocht Kaffee. Dann trinkt man ein kleines Glas Ouzo oder „Zipor“. Das ist ein Schnaps, der in Hilandar auf besondere Weise gebraut wird. Es wird auch Ratluk gereicht. (Anmerkung: eine Süßigkeit auf Basis gelierter Stärke und Zucker). Dabei beginnt man mit geistlichen Gesprächen, die bis zu zwei Stunden andauern. Das waren wunderbare, lehrreiche Gespräche. Und alles was ich damals hörte blieb irgendwie in meinem Geist verankert.

Erzählen Sie uns einen Ratschlag!

- Nun der erste Rat, den ich mir merkte, war folgender: „Wenn Dir etwas nicht leicht von der Hand geht/ Du bei bestimmten Dingen nicht gut vorankommst, dann solltest Du Dir zuerst überlegen, was Du dem Herrn gegenüber gesündigt hast! Auch heute noch hält mich diese Weisheit aufrecht. Wenn etwas eben gar nicht klappt und überhaupt nicht voran gehen will, oder wenn viele Versuchungen auftreten. Dann sollte man immer prüfen, ob es nicht auf die Faulheit zurückzuführen bzw. etwas anderes ist. Ich versuche tief in mich hineinzuschauen, um dann zu verstehen an welcher Stelle ich einen Fehler gemacht habe, damit ich mich für die Zukunft bessere.

Sie sprechen besonders gerne über das Einödenkloster des Heiligen Sava.

- Im Einödenkloster des Heiligen Sava zu sein ist sehr schwer, weil die dortige Klosterordnung (serb. „tipik“) sehr streng - vielleicht sogar die Strengste in unserer Kirche ist. Die Klosterordnung wurde vom Heiligen Sava geschrieben. Er schrieb sie für sich. Dabei legte er fest, dass sich dort ein bis drei Mönche aufhalten können, sowie dass jeden Tag der ganze Psalter durchgelesen werden muss. Auf den ersten Blick erscheint dies kein großes Problem zu sein, aber wenn Sie jeden Tag arbeiten müssen, dann ist es das. Warum? Weil Sie in der Zwischenzeit die ankommenden Gäste bewirten, alle Gottesdienste abhalten, sowie das Morgen- und das Abendgebet lesen, das Essen vorbereiten und viele andere Verpflichtungen erledigen müssen und darüber hinaus sich um den Garten kümmern müssen usw. Und wenn man das alles zusammenfasst, dann ist die Verpflichtung jeden Tag den Psalter komplett zu lesen eine besondere Aufopferung. Aber das wird heute noch befolgt. Deswegen bittet uns der Mönch, wenn wir zu ihm kommen und der dort „Hausherr“ ist, ihm beim Lesen oder im Garten zu helfen. Es ist schwer. Aber es besteht der Wunsch und die Bemühung dies alles zu erfüllen.

Für mich ist dieses Kloster besonders wichtig. Denn vor zwei Jahren hatte ich das Glück und die Ehre mit dem Diakon Miodrag Tomić, der die bekannte Schule für Ikonenmalerei in Žiča gründete, das Klosternebengebäude gerade dieses Einödenklosters (serb. „isposnica“), wir nennen es „posnica“, auszumalen. Diese Zeit werde ich nie vergessen. Ich fühlte mich so – nun ich will jetzt nicht hochmütig werden – wie wenn Michelangelo selbst den Auftrag erhalten hätte wieder die Sixtinische Kapelle auszumalen. Für uns ist dieses Einödenkloster sehr wichtig. Es handelt sich dabei um ein kleines Gebäude, und es ähnelt einem geräumigen Haus mit einer Kirche. Es befindet sich 30 Meter entfernt von der ältesten Kirche auf dem Heiligen Berg Athos in Karyes.
Im Komplex dieses Einödenklosters war auch eine Schreibstube. Sie war in der Nähe der Kirchenhofs. Vielleicht erwarb der Heilige Sava deshalb dort ein Stück Land und einen Weinberg, damit er einfacher die Literatur aus der Bibliothek verwenden konnte, während er den Nomokanon schrieb. Für das Einödenkloster des Heiligen Sava wählt man immer einen starken Mönch aus, der Versuchungen standhalten kann.

In das Kloster Hilandar kommen auch Fremde. Es gibt sogar Mönche, die zum orthodoxen Glauben konvertierten.

- Ich möchte hier meinen großen Freund den Mönch Pantelejmon erwähnen, der jetzt in einer Mönchszelle auf der anderen Seite des Heiligen Berg Athos ist. Dort ist die Anlegestelle von Hilandar, die Ivanjica bzw. Jovanica heißt. Er ist ein feuriger Orthodoxer, ein außergewöhnlicher Sänger und während der Feiertage steht er am linken Gesangspult. Er beherrscht die Klosterordnung vollkommen. Der Mönch Pantelejmon ist ein Deutscher. Sein Vater besitzt ein Krankenhaus in Deutschland, in dem er auch arbeitete. Er bekam den Namen nach dem Heiligen Pantelejmon, der auch ein Arzt war.
Eines Jahres war ich an Ostern im Kloster Hilandar als eine Gruppe Touristen dort ankam. Zu dieser Zeit wird das Evangelium in vier Sprachen gelesen. Es wird derjenige Teil des Evangeliums gelesen indem gesagt wird, dass das Gottes Wissen jedem Volk gegeben wird. Dabei wird das Evangelium von den Mönchen in vier Sprachen gelesen. Als dies einige deutschen Touristen hörten fingen Sie an zu weinen. Die Mönche aber lasen nicht deshalb das Evangelium auf Deutsch, weil sie wussten, dass Fremde anwesend waren, sondern weil man das dort immer so zu dieser Zeit macht“, erzählt uns seine Eindrücke der Hilandarac Evstatije Dušan Popović.

Ljiljana Sinđelić Nikolić

Übersetzung aus dem Serbischen: Sandra Dimitrijevic


SERBIENS WEG INS GELOBTE LAND PER INTERNET TEIL 1

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Jere orthodoxe Kirche hat auch ihre eigene und spezifische Fragestellung, die sich in der historischen Zeit auf mehr oder weniger dramatische Weise gestellt hat. Die Sünden sind zwar überall gleich, aber die Riten sind manchmal eigenartig und auch die kollektive Geschichte jedes Volkes besitzt Eigenarten..

Die Serbisch - Orthodoxe Kirche muss sich heutzutage mit der Tatsache auseinandersetzen, dass die serbisch-orthodoxe Bevölkerung im globalen Raum zerstreut ist, in mehreren Staaten und auf mehreren Kontinenten, und dass die s. g. „serbische Frage“ auf dem geistigen Gebiet auch ihre globale Dimension besitzt. Eine große Anzahl der getauften Serben ist gegenwärtig kirchlich nicht mehr durch die Rahmen der Bistümer erfasst, sondern hat sich in die Gebiete der virtuellen Realität angesiedelt. Der virtuelle Raum und die Gebiete der neuen Medien besitzen so gesehen keine Grenzen bzw. bis heute waren die Trennlinien relativ erfolglos. Im Himmel ist es genauso schwierig die irdischen Mauern zu errichten.

Also hat eine gewisse Anzahl der orthodoxen Serben ihre alten Ländereien wie Kosovo verlassen, und die neue Heimat auch im Internet gefunden. Es wurden andere Kontinente und Länder gefunden, die Zufluchtsorte auf Island, Norwegen, Amerika, Australien…zugleich aber gelang man auch in den virtuellen Raum und in die matrix…Das alte Serbien wurde immer mehr entvölkert. Naturgemäß kann man diesen Umzug kaum nachvollziehen, wenn man ihn selbst nicht mitgemacht hat, selbst nicht surft und selbst kein Mitglied einer virtuellen Gemeinschaft ist. Man könnte den falschen Eindruck bekommen, dass es sich um ein Kinderspiel handelt, aber es ist ein ernstes Spiel. Die Kinder des Westens und allmählich des Ostens, spielen dieses Spiel von klein auf und auch die zukünftigen Generationen, diejenigen Generationen, für die wir hoffen, dass sie geboren werden.

Wir trifft man diese Generationen auf dem Wege des Geistigen? Das ist die Frage, die sich der serbischen Kirche als die existentielle Frage stellt, denn seit Jahren und Jahrzehnten hundertausende der orthodoxen Serben leben und arbeiten in den Räumen der virtuellen Diaspora.

Die Unwetter unserer Zeit machen einem Sorgen und wie diesem entgegenzuwirken ohne gegen die Windmühlen anzukämpfen?  Wer empfindet etwas mehr Verantwortungsgefühl und hat sich nicht dem Kleinmut hingegeben? Wer ist immer noch frei von der starken Leidenschaft gegenüber dem fetten Konto?

Die Stimme aus der Wüste unseres seelischen Alltags mit seinem Einkaufszentrum, dem Bankautomaten der Kreditkarte, schneller message, dem Seminar, Mobilfunk, der Pseudoikone mit der nackten Schönheit übertont all dies mit dem Ruf nach dem Göttlichen, welches jede menschliche Weisheit und Intelligenz in den Schatten stellt. Angesichts der o.g. Umfeldes ist es nicht leicht zu verstehen, dass die Antwort in der Macht Gottes liegt, in so einer Auffassung des Christentums als einer Offenbarungsreligion, die mehr bedeutet als die bloß Glaubenslehre von der Moralität.,

Solch einem Volk, welches in den letzten Jahrhunderten verschiedene Aufstände, Revolutionen, Kriege mitgemacht hat und sämtliche Irrwege gegangen ist sowie die Kenntnisse von den Ketten und Zügeln besitzt und nach der Erfahrung der Fremdherrschaft und der Fremdherrschaft im eigenen Bewusstsein, nach der nationalistischen und der kommunistischen Euphorie, der Herrschaft der privaten Lüge, der Rachsucht, der 7 Totsünden, des Autmobilismus und der Herrschaft des Textilidols wie Versace und Armani bzw. der Bauindustrie, des Kleinglaubens und der magischen Kulte und letzten Endes nach der Erfahrung der Opiate, solch einem Volk bleibt nichts anderes übrig als zu begreifen, dass der Sieg des Guten nur durch das reine Herz möglich ist. Diese Katharsis ist nur im geistigen Wachstum und Kampf möglich. Wir wissen, dass keine Revolution und politische bzw. ökonomische Reform diese Fragen zu lösen vermag. Das gestrafte und zerstreute Volk flüchtete auch ins Internet.

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In diesen Netzwerken ohne Grenzen und ohne Ende fragen wir uns ob wir hier beichten könnten und sogar die Absolution erteilt bekommen. Negativ! Dieses Mysterium ist im Internet nicht möglich, aber was möglich ist, zeigte uns der Missionar dieses Mediums Pater Gabriel ( Vučković) vom Athos, der Klostervorsteher des Klosters Lepavina, der im Netz per Skype im direkten Kontakt mit religiösen Surfern verweilt und auch die Webseite des Klosters als Redakteur verwaltet.

Die Geschichte seiner Botschaften und Ratschläge, die in diesem Medium möglich sind, sind endlos und einmal erwähnte er, dass viele Fragen, die ihm per Internet gestellt werden, sich auf familiäre Probleme beziehen als ob die Menschen heutzutage jene einfache Wahrheiten vergessen haben, dass beispielsweise der Vater naturgemäß der Kopf der Familie ist und der Sohn ihm untergeordnet ist sowie die Unmöglichkeit diesbezüglich das Prinzip der demokratischen Wahl des Vaters durchzusetzen. In diesem kleinen Rahmen offenbart sich das Gesetz Gottes. Seit langer Zeit ein wenig einsam mit einigen Ausnahmen in unserer Kirche missioniert und lehrt Pater Gabriel, gibt den Mitgliedern seiner Internetgemeinde Aufgaben, Texte zu schreiben, Texte zu übersetzen…

Und so erfahren wir manchmal hier auch einfache Dinge, die wir im Chaos der Revolutionen des 20. Jahrhunderts außer Acht gelassen haben: „ Die Tatsache, dass wir einen Vater in der Familie haben und wir fast immer den Familiennamen väterlicherseits erben, falls wir nicht einer Ehe entstammen wo sich die Ehepartner getrennt haben… Auch in diesem zweiten Fall bietet Pater Gabriel klare und hilfreiche Antworten. Die ewigen Wahrheiten haben der moderne Mensch sowie die neuzeitliche Nation im Stress von einem zum anderen historischen Termin völlig vergessen.
Ein anderes Mal installiert Pater Gabriel die geistige Tribine im Internet: Jeder kann mitmachen, die Regeln sind knapp und einfach und beziehen sich nur auf die Kultur des Dialogs, aber man ist frei, Ideen zu äußern. Die Menschen disskutieren über vorgegebene Themen, kommen sich näher, lernen sich kennen auch wirklich, zeigen Mitgefühl und manchmal kommt auch eine gute Tat in der Wüste zustande. Das goldene Kalb des Nachbarn vergisst man so für eine Weile.

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…diese Lehren haben keinen scholastischen Rahmen. Außergewöhnlich sind die Lehren Pater Gabriels vom Athos in diesen weißen Höfen. …Man betet immer mehr und intensiver und man spürt die Erneuerung. Sehr gut bemerkte das Mihailo Cenic, ein Bruder aus den Niederlanden. Die interaktive Gemeinde der orthodoxen Serben Pater Gabriels von den virtuellen Hügeln und seiner Lepavina - connection wird immer manifester sowohl für das Versammlungsmitglied, als auch für den stillen Beobachter. Man braucht sich nicht zu wundern, wenn uns der Geist des Friedens und der Erneuerung erfasst, denn man sitzt nicht seit Jahren hier vor diesen Rechnern umsonst. Wichtig war, irgendwo zu beginnen, dort wo Eins oder Zwei zum Ruhme Gottes sich fanden.

Pater Gabriel hat zuerst im Kloster Lepavina seine Bruderschaft versammelt und dann begab er sich hierher, wo wir über jahrelange Präsenz auf den ersten Seiten der Weltmedien ins Netz flüchteten. Das Volk, welches jahrelang mediale Hauptatraktion war, migriert von seinen ursprünglichen Siedlungsgebieten in die moderne Medienlandschaft. Pater Gabriel besitzt sehr sensible geistige Sensoren und erkannte, dass auch in den Medien gute Taten möglich sind ohne sich die Filme von Kusturica anschauen zu müssen. ( „Unterground“; „Leben ist ein Wunder“; „Papa ist auf Dienstreise“; „Schwarze Katze, Weißer Kater“; „Time of the Gypsies“).

Nicht mal die „Matrix“- Trilogie war hier notwendig. Im Kloster Lepavina gab es ohnehin Dutzende von schwarzen und weißen Katzen lange schon bevor der Film gedreht wurde. Es war auch nicht notwendig die weißen und schwarzen Trompeten in Guča zu hören, und auf die Tische zu steigen, um in die Extase sich zu versetzen. In diesen Bergen betend und auf den OP-Tisch steigend an jenem Tag als die orthodoxen Serben nicht mehr wussten wohin, als er dachte, dass er auch sein Bein verlieren wird, hat Pater Gabriel unerwartet und blitzartig seine Bewegungsrichtung geändert und noch schneller in jene Räume eingetreten, wo keine Füße notwendig sind, sondern Flügel. Indem sie ihre irdischen Landschaften, ihre Dörfer, Felder und Berge verloren haben, haben sich die Serben zum unbekannten Kontinent gewagt. Jede Kirche hat auch ihre Eigenarten, besondere Riten. Es ist schon eigenartig bei den Serben, dass sie sich als das himmlische Volk manchmal nennen und mit derselben Inspiration surfen sie durchs Internet…

Radomir Vučić,
U Manastiru Lepavina, 02.10.2008.



EIN MIT KINDERLACHEN ERFÜLLTES HAUS

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Die Familie Vujević hat viel Glück mit ihren sieben Kindern. (Foto S. Popović)..

Sie sagen, kein Reichtum kann die Zufriedenheit und Freude, die Vladimir (10), Dragomir (7), Petko (6), Slavoljub (5), die einjährigen Zwillinge Bosiljka und Borka sowie der zwei Monate alte Milan ihren Eltern Mileta und Ljiljana bringen, ersetzen.

Zvornik – Mile (37) und Ljiljana (26) Vujević aus dem Ort Gornji Lokanj, der bei Zvornik liegt, leben in einem kleinen Haus am Ende des Dorfes. Das Haus ist von vielem Kinderlachen ihrer sieben Kinder erfüllt.

Sie sagen, kein materieller Reichtum kann die Zufriedenheit und Freude, die ihnen Vladimir (10), Dragomir (7), Petko (6), Slavoljub (5) und die einjährigen Zwillinge Bosiljka und Borka sowie der zwei Monate alte Milan ihren Eltern Mileta und Ljiljana bringen, ersetzen.

Um seine zahlreiche Mitglieder zählende Familie zu ernähren arbeitet Mile nachts in der Bäckerei im elf Kilometer entfernen Branjevo. Tagsüber fällt er Holz im Wald, den er vom Nachbarn kaufte, und dann transportiert er das Holz mit dem Traktor zu den Käufern.

„Es ist anstrengend, aber ich muss meine Familie ernähren. Ich schaffe es dennoch mich für einige Stunden auszuruhen“, antwortet Mile auf die Frage, wie er es aushält sowohl tagsüber als auch nachts zu arbeiten. „Es ist nicht einfach die Mutter von sieben Kindern zu sein, aber ich beschwere mich nicht“, sagt Ljiljana, die nur wenig Freizeit hat, wenn die Kinder schlafen. Früher trug sie sogar das Wasser von der entfernten Quelle ins Haus, aber jetzt haben sie mit der Hilfe von guten Menschen fließend Wasser im Haus.

Nach den Spenden aufgrund des Zeitungsberichtes über den Fall von Mileta, (über den auch die (serbische Tageszeitung) „Politika“ schrieb), schenkten ihnen Sladomir Đurić, Milorad Railić und Radenko Pavlović einen Fernseher, einen Herd, einen Kühlschrank und eine Waschmaschine. Sie finanzierten auch den Kauf des Materials für den Bau eines Wasseranschlusses bis zum Haus. „Uns half auch Sredoje Nović, vom Klinikzentrum Banja Luka, der Premier Dodik gab uns 1.000 KM (Anmerkung: KM = „Konvertible“ bzw. Bosnische Mark), die Gemeinde Zvornik gab uns 1.800 KM - soviel stand uns für die sechs Kinder zu. Aber es gab noch weitere gute Menschen die uns halfen, so dass ich jetzt einen Wasseranschluss bis ins Haus und ein Bad baute, den Boden verlegte und noch ein Zimmer fertig machte. Ich investierte hauptsächlich alles ins Haus“, erklärt Mile.

Mile und Ljiljana sagen einig, dass sie nichts weiter benötigen. Aber auf den ersten Blick sieht man, dass in ihrem bescheidenen Haus noch sehr viel zu tun ist. Mile erwähnt von der Regierung der Republik Serbiens 2.400 KM erhalten zu haben, um ein Zimmer fertig zu bauen. Und wenn davon noch etwas übrig bleibt, er das Geld noch für drei weitere Zimmer im oberen Stockwerk verwenden kann. Zur Zeit benutzen sie nur das Erdgeschoss. Da gibt es eine Küche, ein Zimmer und ein Badezimmer. Nach Abschluss der Bauarbeiten auf dem oberen Stockwerk würden die älteren Kinder ihr eigenes Zimmer bekommen.

Erst nachdem er von den Journalisten dazu überredet wurde, willigte Mile dem Vorschlag Kindergeld zu beantragen ein. Jetzt bekommt er für vier von sieben Kindern monatlich 200 KM. Als die Zwillinge auf die Welt kamen, erhielt er darüber hinaus 540 KM aus dem Kinderschutz-Fond. Den Kindergeld-Antrag für den kleinen Milan gaben sie gerade ab.

„Wir kaufen für zwei Schüler die Schulsachen und etwas Kleidung für die Kinder, und einige Sachen bringen uns die Nachbarn. Aber zum Glück sind wir alle gesund. Die Kinder bringen wir nur zum Arzt, wenn sie eine Impfung bekommen; obwohl dies ein Problem darstellt, weil es bis nach Zvornik 46 km sind“, erzählt Mile.

Die Regierung stellt Familien mit mehreren Familienmitgliedern Traktoren zur Verfügung, so dass auch die Familie Vujević diesen Antrag abgab und jetzt auf eine Antwort wartet. Zur Familie Vujević kommt man nur über eine schlecht asphaltierte Strasse und eine noch schlimmer gepflasterte Strasse, so dass Mile mit dem Nachbarn das Straßenstück, das im schlimmsten Zustand war, selbst betonierte. Dabei erwähnt er, dass auch der Leiter der Gemeinde versprach Material bereit zu stellen.

Diese Familie hat zwei Ziegen und beim alten Haus etwas Land, das nicht gut erreichbar ist, so dass sie es nicht bewirtschaften können. Aber sie sind glücklich mit dem was sie haben. „Die Kinder essen das, was man ihnen anbietet, und sie wollen nichts besonderes, wobei die Nachbarn auch Kuhmilch vorbeibringen. Sie spielen gerne draußen, wobei die Spielsachen draußen schnell kaputt gehen“, sagt lachend Ljiljana. Im Winter führt Mile seine zwei Erstklässler durch den Wald in die 3 km entfernte Schule, und ab dem nächstem Jahr gibt es einen weiteren Schüler im Haus.

„Bei uns herrscht keine „weiße Pest“, (Anmerkung: Sie beschreiben damit, dass sie ihre Kinder so bekommen haben, wie sie ihnen von Gott geschenkt wurden, und dass sie nicht nur zum Spaß verheiratet sind), aber die Regierung hilft spärlich und wir planen keine weiteren Kinder zu haben, denn die von der Regierung bereitgestellten Mittel reichen gerade für diese Kinder aus“, sagen Mile und Ljiljana.

Quelle: http://www.politika.co.yu/rubrike/exyu
22.08.2008.


RATSCHLÄGE EINES GEISTLICHEN UND ANTWORTEN AUF TÄGLICHE DILEMMEN GLÄUBIGER MENSCHEN

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Antworten des Archimandriten Gavrilo (Vučković)
auf die Fragen der Gläubigen, die man ihm über das Skype-Programm stellte…

60. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Ivan

Vater Gavrilo: „Gott segnet.“
Bruder Ivan: „Vater, ich verspüre eine große Liebe zu Christus. Ich habe all meine Sünden bereut. Mit ihren unzähligen Sünden erlaubt die Welt es uns nicht den Glauben zu Gott rein zu halten. Wie sollen wir alle Versuchungen des Bösen überwinden, wenn wir alltäglich von der Sünde umgeben sind?“
Vater Gavrilo: „Bruder Ivan, woher melden Sie sich, und an welchem Ende der Welt leben sie?“
Bruder Ivan: „Pljevlja, Montenegro.“
Vater Gavrilo: „Wie haben Sie uns gefunden?“
Bruder Ivan: Ich war auf der Suche nach den Weisheiten des Ältesten Gavrilo „des stillen Sehers“. Denn ich habe irgendwelche Videoaufnahmen, aber ich kann diese nicht ganz verstehen. So bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Es freut mich sehr, dass ich jeden Tag in Kontakt mit einem Priester sein kann. Ich möchte Sie so viele Dinge fragen, Vater. Es gibt so Vieles, das ich nicht weiß.“
Vater Gavrilo: „Was haben Sie für eine weltliche Ausbildung, und mit was beschäftigen Sie sich? Gehen Sie regelmäßig in die Kirche? Sind Sie ein Gläubiger, oder sind Sie – wie man so schön sagt - ein traditioneller bzw. „zeremonieller“ Gläubiger?“
Bruder Ivan: „Den Glauben lernte ich erst in der Mittelschule kennen, so dass ich keine abgeschlossene weltliche Ausbildung habe. Ich bin Student der mathematischen Fakultät und in die Kirche gehe ich immer dann, wenn ich die Möglichkeit dazu habe. Am meisten liebe ich es ins Kloster Dubočica zu gehen, da ich dort eine völlige geistliche Ruhe verspüre. In den letzten Tagen bin ich ständig im Gebet. Ich schlug meinen Eltern sogar vor das Mönchsgelübde abzulegen, aber diese lehnten das ab.
Vater Gavrilo: „Wie alt sind Sie?“
Bruder Ivan: „23“
Vater Gavrilo: „Bist Du denn das einzige Kind Deiner Eltern?“
Bruder Ivan: Ja, das bin ich.“
Vater Gavrilo: „Ist denn im Kloster Dubočica die Nonne Magdalina, die aus dem Kloster der Heiligen Ana aus Kroatien gekommen ist?“
Bruder Ivan: „Es dient dort Vater Kipronije. Er ist aus Bosnien, wobei ich nicht weiß woher die Nonne ist.“
Vater Gavrilo: „Ist es vielleicht diese von der Photographie?“
Bruder Ivan: Ja, das ist sie.“
Vater Gavrilo: „So lesen Sie ihren leidenden Lebenslauf.“
Bruder Ivan: „Dies wusste ich über Mutter Magdalena nicht. Ich danke Ihnen, Vater. Ansonsten kommt meine Mutter aus dem Kosovo aus Sočanica, das bei Leposavica liegt. Aus diesem Grund bete ich immer für das Volk im Kosovo, so dass ihnen der Herr hilft. Sie haben bestimmt über das Kloster des Heiligen Johannes im Kosovo gehört, und über den bekannten Baum vor dem Kloster mit seinem Antlitz darauf.“
Vater Gavrilo: „Ja, ich habe von dem Baum als auch von dem bekannten Geistlichen von Sočanica - dem ehrwürdigen Vater Jovan - gehört.“
Bruder Ivan: „Ja, das ist so. Vater Jovan wird geliebt, und die Menschen, sowohl die Mönche als auch das Volk, schätzen ihn sehr.“
Vater Gavrilo: „Ja, seine Sanftmütigkeit und Mönchsruhe zeichnen Vater Jovan aus.“
Bruder Ivan: „Der Heilige Ignjatije von Brjančanin sagt: „Wenn man denkt die innere Ruhe zu besitzen, dann ist das das allerschrecklichste Zeichen von Hochmut.“ Vater, was soll das heißen „...man denkt die innere Ruhe zu besitzen...“?“
Vater Gavrilo: „Nein man kann nicht sagen, dass dies bei Vater Jovan so ist. Sondern bei ihm handelt es sich um eine ehrliche und natürliche innere Ruhe, die er durch die Folgsamkeit gegenüber seinem geistlichen Vater bekam; wobei er diese innere Ruhe auch auf seine Schüler, die ihm zur geistlichen Führung übergeben worden sind, überträgt.“
Bruder Ivan: „Ich beobachtete ihn als eine große Anzahl von Gläubigen die Eucharistie entgegen nahm, wobei der Priester nicht die Zeit hatte allen die Beichte abzunehmen. Ist das denn richtig? Ist es denn korrekt, dass wir bei einem Priester beichten, der selbst eine Sünde begeht, dadurch dass er raucht, da das Rauchen die Weihe des Teufels ist? Wie kann so ein Priester die Gnade des Heiligen Geistes auf uns übertragen?
Vater Gavrilo: „Die Fülle der Gnade, die der Priester durch die Priesterweihe bekam, ist wirksam. Aber für seine Schwächen wird der Priester selbst Antwort vor dem Herrn und dem gläubigen Volk geben.“
Bruder Ivan: „Ich danke Ihnen Vater.“
Vater Gavrilo: „Amen.“

59. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester Biljana

Schwester Biljana: „Gott hilft, lieber Vater. Wie geht es Ihnen? Vater, ich habe eine Bitte. Könnten Sie mich in Ihren Gebeten zur Gesundheit erwähnen? D
as brauche ich irgendwie sehr. Irgendwie kann ich gar nicht zu Ihnen kommen. Zwei Mal hatte ich es schon geplant, aber irgendwie kann ich überhaupt nicht zu Ihnen kommen. Dabei zieht mich so sehr etwas dorthin. Ich danke Ihnen sehr. Und ich danke dem lieben Gott, dass er es mir ermöglichte auf jede Art und Weise mit Ihnen in Kontakt treten zu können. So sehr wünsche ich es mir Sie zu treffen, mich mit Ihnen hinzusetzen, auszusprechen und Ihnen meine Seele zu öffnen.“
Vater Gavrilo: „Gott segnet.“
Schwester Biljana: „Vater, ich danke Ihnen. Ich hoffe mit meiner ganzen Seele und von ganzem Herzen, dass mir der Weg geöffnet wird, so dass ich zu Ihnen kommen kann. Es zieht mich sehr zu Ihnen. Jeden Tag kommt mir der Gedanke zu Fuß loszugehen. Gerade lese ich über das Kloster Lepavina. Und wenn ich Kraft finde, dann schreibe ich Ihnen einen Brief und schicke Ihnen denselben. Das ist meine Art die Seele zu erleichtern. Sehr viel hat sich da in mir angesammelt: am Meisten die Probleme mit dem Mann. Es ist so wie wenn wir zwei verschieden Sprachen sprechen würden. Irgendwie verstehen wir uns überhaupt nicht. Die Eltern habe ich schon 8 Monate lang nicht gesehen, denn ich kann aus finanziellen Gründen nicht zu Ihnen gehen. Sehr viele Dinge belasten meine Seele. Verzeihen Sie mir, dass ich Sie beunruhige, aber ich habe niemanden, dem ich das erzählen kann. Ich wollte mich auch bei Ihnen bedanken, dass Sie für meine Mutter beteten, ihr geht es schon sehr viel besser. Sie ist Ihnen ebenfalls dankbar, und sie erwähnt Sie ständig. Ich habe eine Frage an Sie. Mein Mann und ich waren im Kloster Privina Glava und sprachen mit Vater Gavrilo. Wenn wir in Urlaub fahren, gehen wir immer in irgendein Kloster und suchen das Gespräch mit Mönchen, je nach dem wohin wir gehen. Wir machen dies eben sehr gerne. Dabei erkundigen wir uns über alle Dinge, die uns interessieren. Könnten Sie mir vielleicht sagen, ob es der Wahrheit entspricht, dass einige Priestermönche Leute, die zu Vater Gavrilo gingen, die Eucharistie nicht geben wollen? Das las ich, und ich kann es nicht glauben. Man sagt über ihn, dass er ein Magier ist, der die weiße Magie beherrscht. Das beschäftigt mich jetzt, da wir in guter Absicht dorthin gingen, aber auch weil wir gerne Klöster besuchen. Könnten Sie mir vielleicht sagen, ob das der Wahrheit entspricht? Haben wir einen Fehler gemacht, als wir dorthin gegangen sind, so dass wir jetzt die Eucharistie nicht mehr entgegen nehmen dürfen?“

Vater Gavrilo: „Es ist mir weder bekannt, dass Vater Gavrilo aus dem Kloster Privina Glava ein weißer Magier ist, noch ist es mir bekannt, dass Priestermönche irgendwelchen Leuten, die zu ihm gingen, die Eucharistie verweigerten. Es gibt einen Ausdruck: „Glaube nicht alle Dinge, die Du hörst, noch sage alle Dinge, die Du weißt.“ Er hat seinen Bischof Vasilije, der sich um die Gemeinde von Srem kümmert, wobei auch Vater Gavrilo unter seiner Obhut ist. Aber was heißt das: ein Bischof (serb. „epi-skop“)? D.h. er ist sozusagen einer „der wie ein Adler von oben seinen Raum unter sich betrachtet“. So schaut auch der Bischof auf seine Diozöse, die ihm von der Kirche zur Einhaltung der geistlichen und moralischen Ordnung gegeben wurde.“
Schwester Biljana: „Ich sagte hier in Deutschland vor einem Priester, dass wir im Kloster Privina Glava waren. Er antwortete mir, dass er sehr viel Menschen kennt, die dort hingehen, wobei er die Dinge, die dort gemacht werden, nicht rechtfertigt.“

„Das ist nur: Der Eine sagte das, der Andere sprach das; denn die Kirche hat nirgends eine öffentliche Stellungnahme der Art „niemand solle in das Kloster Privina Glava gehen, weil Vater Gavrilo dort ein „weißer Magier“ ist“ abgegeben. Wer solche Stimmen weiter verbreitet, der beteiligt sich nur an den Verwirrungen. Viele sorgen sich um die Sorgen anderer Leute, aber am wenigsten über die eigenen.“

Schwester Biljana: „Der Priester sagte: „Die Ereignisse dort sind entsetzlich. Sie nehmen dort von den Menschen Geld. Das ist schrecklich.“ So sagte er es mir. Vater, wir sind dort hingegangen, denn wir wollten dort hin gehen, und wir bereuen dies nicht. Denn der Herr sieht, dass das unser Wunsch war. Aber ich kann nicht glauben, dass es solche dem Herrn dienende Menschen gibt. Die dann so reden und auch so über andere Menschen schreiben, die ebenso dem Herrn dienen und damit Unruhe zwischen den Menschen stiften.“

Vater Gavrilo: „Schwester Biljana wir sollten dieses Thema nicht weiter vertiefen, denn es ist nicht notwendig. Es gibt jemanden, der dafür zuständig ist sich darum zu kümmern und nachzudenken. Das ist der zuständige Bischof Vasilije.“

Schwester Biljana: „Vater, ich danke Ihnen für die Antwort und für Ihre Geduld. Sie gaben uns Ruhe und ich danke Ihnen für den Segen.“

Vater Gavrilo: „Gott segne Sie.“

58. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester Zorica

Schwester Zorica: „Gott hilft, Vater Gavrilo!“
Vater Gavrilo: „Gott segnet, Schwester Zorica.“
Schwester Zorica: „Ich danke Ihnen, Vater Gavrilo. Manchmal Vater, wenn wir nicht verzeihen und über andere urteilen, wie z.B. wenn wir sagen sieh’ einmal der klaut, sieh’ einmal der lügt, oder sieh’ einmal was diese Menschen machen, dann denken wir über dieselben wie schlecht sie doch sind. Ständig denken wir so, und dann kommt der Mensch in ein Unheil und sündigt selbst. Muss denn ein Mensch manchmal im Leben solche schwierigen Dinge durchmachen, um so einfache Dinge, wie z.B. nicht über Andere zu urteilen, nicht zu hassen und nicht mit dem Finger auf Andere zu zeigen, zu verstehen?“
Vater Gavrilo: „Verurteile nicht, damit man Dich nicht verurteilt.“
Schwester Zorica: „Ja, das ist so, Vater. Und ich tue manchmal so klug. Und manchmal, aber ich weiß doch nicht...es gibt etwas, das mich so befällt, so dass ich dann auch Dinge sage, so wie ich denke, als auch so wie ich nicht denke. Dann tue ich etwas, das ich eigentlich nicht wollte. Wobei es mir daraufhin schlecht geht, aber das ist nicht schlimm wie die Tatsache, dass sich das so alles ansammelt. Wenn ich dies dann beichten soll, weiß ich schon nicht mehr welche Dinge ich alle beichten soll. Ich weiß nicht wo ich beginnen soll. Es gibt kein Ende und keinen Anfang.“
Vater Gavrilo: „Von der letzten begonnenen (Sünde) bis zur letzten bereuten (Sünde).“
Schwester Zorica: „Aber alles mögliche Leid widerfuhr mir und ständig widerfährt mir dies. Alles der Reihe nach. Wenn es mir so schlecht geht, dann bringt mich der Teufel dazu, dass ich wieder so denke: Es geht eben nicht anders. Ich muß etwas tun. Ich muss für das Leben kämpfen. Dabei denke ich dann wieder für was für ein Leben denn, wenn es mir immer schlechter geht? Schlechter, weil ich nicht fröhlich bin. Weil ich nicht frei bin sondern versklavt. Ich fühle mich so wie wenn mich jemand in einen Kerker geworfen hat: Und egal wohin ich gehen will, ich dies eben nicht mehr kann. Der Herr hat mir schon so oft geholfen. So oft, dass ich es selbst nicht mehr weiß. Ich kann nicht einmal mehr sagen wie es dazu kam, und wie alles ist, weil in meinem Kopf irgendwie alles durcheinander ist. Dann schalte ich einfach ab und denke nicht nach. Ich höre nicht auf mein Gehirn. Oh je, Vater, ich weiß selbst nicht einmal was ich jetzt noch sagen soll. Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Und ich weiß nicht was mir geschieht und nirgends ist jemand. Und so arbeite ich sehr viel. Dann bin ich müde, alles tut mir weh und dann schlafe ich. So geht das immer… und es fällt mir nicht leicht. Vorhin bin ich etwas nach draußen gegangen. Es war sehr schön: der Frieden, die Stille, die schöne Luft und irgendwie freute ich mich. Nun hier wieder angekommen meldete ich mich bei Ihnen. Gott sei dank sind Sie bei mir. Entschuldigen Sie bitte, Vater, wenn ich Ihnen alles Mögliche schreibe. Ich bin sehr schwierig und spreche etwas unverständlich. Ich kann eben mit Worten nicht viele Dinge erklären.“
Vater Gavrilo: „Das vertreibt man alles mit dem Gebet und der Heiterkeit.“
Schwester Zorica: „Ich danke Ihnen, Vater Gavrilo. Ich gehe jetzt zum Gebet und danke dem Herrn! Sie haben mir sehr geholfen, Vater. Oh, wenn Sie mich jetzt sehen könnten.“
Vater Gavrilo: „Amen.“
Schwester Zorica: „Amen.“

57. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Peter

Bruder Peter: „Gott hilft, Vater Gavrilo! Können wir Sie etwas fragen?“
Vater Gavrilo: „Gott segnet Bruder Peter. Fragen Sie.“
Bruder Peter: „Lieber Vater, meine Frau und ich haben große Probleme. Dabei können wir im Moment überhaupt nicht zu Ihnen kommen. Im Dezember letzten Jahres kauften wir ein Restaurant in Österreich. Einige Monate lang war alles in Ordnung. Bis wir zwei Schlösser im Restaurant fanden, die komplett abgeschlossen und ohne Schlüssel in einer Ecke lagen. Seit dem ist nichts mehr so wie es sollte. Seit Juli 2008 nun schon haben wir das Restaurant geschlossen. Dabei haben wir sehr viel Schulden. Wir schaffen es nicht einmal 100 Euro zusammenzusammeln um zu Ihnen zu kommen. Im Moment arbeiten wir nirgends. Sogar jetzt am nächsten Dienstag haben wir einen Prozess wegen dieses Restaurants. Wir haben dort sehr viel Geld - über 80.000 Euro - verloren. Gott sei Dank hatten wir immer Geld für alles. Aber seitdem haben wir das nicht einmal für unseren Sohn, der acht Jahre alt ist. Wenn er etwas wünscht, können wir ihm dies nicht kaufen. Unser großer Wunsch ist es Sie im Kloster Lepavina zu besuchen.“
Vater Gavrilo: „Nun so ist es Bruder Peter wie man im Volksmund sagt: „Der Mensch sollte sich nur soweit ausstrecken wie die Decke lang ist“, und „wenn etwas verknotet ist, dann kann man es nur sehr schwer wieder entknoten.“
Bruder Peter: „Denken Sie an diese Schlösser?“
Vater Gavrilo: „Wenn man etwas Unüberlegtes tut...“
Bruder Peter: „Alle waren neidisch auf uns, weil wir das alles geschafft haben. Ich habe hier drei Brüder und drei Schwestern. Alle waren dagegen, dass ich eine Kneipe habe.“
Vater Gavrilo: „Aufgrund dieser Schlösser kann nichts passieren, wenn der Mensch ein rechtmäßiges christliches Leben führt. Natürlich sagen wir das auch und glauben fest daran in unserem orthodoxen Glauben, aber die Leute reden alles Mögliche darüber.“
Bruder Peter: „Irgendwie passt es gerade damit zusammen: seit dem Zeitpunkt ging alles in den Ruin. Nicht einmal Arbeit können wir finden. Aber Gott sei Dank hat mich die Mutter für alles geboren, sowohl für den Bau als auch Computer, aber nichts geht voran.“
Vater Gavrilo: „Das eine ist der Glaube, und das andere ist die Ausübung. Wenn das eine ohne das andere ist, dann besteht keine Gesamtheit.“
Bruder Peter: „Es ist sogar die Zeit gekommen, dass es niemand gibt von dem wir Geld leihen können. Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Ratschläge. Egal, wir werden sehen irgendwie bis Ende dieses Monats zu Ihnen zu kommen. Sagen Sie mir nur, ob man sieben Tage fasten muss. Wir fasten ansonsten immer. Ich denke dennoch, wenn dies alles Gottes Wille ist, dann wird es mir nicht so schwer fallen, und wir werden mit dem Glauben an Gott kämpfen.“
Vater Gavrilo: „Fasten Sie so wie es die Kirchenvorschriften vorgeben. Wenn Ihnen etwas unklar ist, dann wenden Sie sich an ihren zuständigen Gemeindepriester.“
Bruder Peter: „Wir lasen das Buch über die Wunder der Heiligen Mutter Gottes von Lepavina und glauben an diese Wunder. Deswegen kamen wir zu Ihnen.“
Vater Gavrilo: „Gott segne Sie. So seien Sie glücklich.“
Bruder Peter: „Lieber Vater, ich möchte Sie bitten für uns zu beten. So soll der Herr allen im Unglück helfen, und auch uns...(Er zählt die Familienmitglieder auf). Ich danke Ihnen, dass Sie Ihre kostbare Zeit mit uns verbrachten. So soll der Herr Ihnen und Ihrer Bruderschaft noch viele Lebensjahre in Glück und Gesundheit schenken.“
Vater Gavrilo: „Danke.“
Bruder Peter: „Ich wünsche Ihnen eine angenehme Zeit und einen angenehmen Tag. Wir werden sehen, dass wir mit Gottes Hilfe bis Ende des Monats zu Ihnen kommen...“

56. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Zoran

Zoran Vuković: „Gott hilft, mein lieber Vater in Christus Gavrilo!“
Vater Gavrilo: „Gott segne Dich Bruder Zoran.“
Vater Gavrilo: „handshake“-Symbol
Zoran Vuković: „Wie geht es Ihnen, mein lieber Vater, vor allem wie steht es um Ihre Gesundheit?“
Vater Gavrilo: „Gott sei Dank, gut.“
Zoran Vuković: „Gott sei Dank, lieber Vater Gavrilo. Ich wünsche mir, wenn es Gottes Wille ist, einmal das Heiligtum Kloster Lepavina zu besuchen.“
Vater Gavrilo: „Gott segnet, Bruder Zoran.“
Zoran Vuković: „Ich danke Ihnen, lieber Vater Gavrilo. Die geistliche Internet-Diskussionstribüne fehlt mir sehr. Schwester Sandra von der geistlichen Tribüne aus Deutschland schickte mir einen Psalter und ein Gebetsbuch, ein Buch über die geistlichen Ratschläge der Weisen aus dem Kloster Optina und wunderbare Bücher sowie Ikonen. Das war vor einem Monat und ein paar Tagen. Ich war so glücklich und geistlich erfüllt.“
Vater Gavrilo: „Vielen fehlt sie, aber Viele waren nicht folgsam um die Regeln der TRIBÜNE zu befolgen.“
Zoran Vuković: „Da erkenne ich mich sofort wieder. Ich als Erster habe die Regeln der Tribüne nicht befolgt, und deswegen bereue ich. Zwar nicht immer, aber sehr oft brach ich diese. Aber die Zeit wird zeigen, wie gut die Entscheidung war.“
Vater Gavrilo: „Einer der Unfolgsamen.“
Zoran Vuković: „Ich erlebe die ganze Liebe, das Glück, die Freude, die in der geistlichen Familie von Lepavina besteht. Wie steht es um Ihre Gesundheit? ...dachten Sie schon einmal daran in das Kurbad „Institut Dr. Simo Milošević“ nach Igalo zu kommen? Haben Sie dazu die Möglichkeit?“
Vater Gavrilo: „Nun „ein Ableger“ der TRIBÜNE, Bruder Radomir aus Berlin, ist zur Zeit bei uns. Er entschloss sich dazu einen Monat bei uns im Kloster zu verbringen und dabei Aufgaben aus Gehorsamkeit zu übernehmen.“
Zoran Vuković: „Ja, das ist wunderbaaar...wirklich, geehrt sei der Herr für alles. Es gibt viele „Früchte“ der Tribüne. Wirklich viel mehr als uns das bewusst ist.“
Vater Gavrilo: „Der Wechsel des Kurbades und der Ärzte ist wie der Wechsel des Klosters und des Geistlichen.“
Zoran Vuković: „Oh je, lieber Vater, das ist aber nicht gut. Auch wenn ich das nicht wusste bin ich immer in eine Kirche und in ein Kloster gegangen. Als Student ging ich in die Kirche der Auferstehung Christi, wobei ich davor und danach immer in das Kloster Savina gehe.“
Vater Gavrilo: „Und dann wird der Kranke immer weiter krank, so wie man im Volksmund sagt: „Dort wo es mehr Hebammen gibt, da sind die Kinder träge...“
Zoran Vuković: „Ja, ich stimme Ihnen zu. Vater, ist es denn ein Fehler, wenn ich Klöster besuche bzw. wenn ich Wallfahrten mache? Dabei gehe ich immer ins Kloster Savina zu meinem Geistlichen. Aber es interessiert mich ob dies ein Fehler ist, wenn ich zu den Heiligtümern Montenegros, Serbiens und Herzegowinas Wallfahrten unternehme? Ich habe zu hause eine Ikone der Allheiligen Mutter Gottes von Lepavina, und noch eine weitere, die ich im Geldbeutel trage, überall wohin ich auch gehe.“
Vater Gavrilo: „Auch das ist nicht sehr gesund. Auf dem Weg füllt sich der Mensch auch mit schlechten Viren, ob er will oder nicht… auf dem einen Ort hört er das eine, auf dem anderen Ort das andere. Und wenn er nach Hause kommt, dann reinigt er sich schlecht von diesem Virus. Der Eine sagte das, der Andere meinte das....An einem Ort ist es so, auf einem Dritten wieder anders und so weitet sich das aus.“
Zoran Vuković: „Nein, ich will nicht zuviel Ratschläge von zu vielen geistlichen Ärzten hören. Ich habe meinen Geistlichen. Er ist bei mir, genauso wie die Heilige Schrift, in der alles gesagt ist, das Alpha und Omega meines geistlichen Lebens.“
Vater Gavrilo: „Dieser Geistliche sagte es so, der Andere so, und dann kann sich der Mensch schwer entscheiden, wen er befolgen soll. Denn jeder hat seine Theologie, sowie seine Lehre und gibt Ratschläge.“
Zoran Vuković: „Ich möchte wenigstens für einen Tag ins Kloster Lepavina kommen und Ihren Segen entgegen nehmen. Wenn ich wenigstens für einige wenige Stunden kommen könnte. Lieber Vater, ich danke Ihnen. Ich habe mich auf meinen Geistlichen und auf Sie gestützt. Denn ich weiß – ich empfinde eine tiefe Sicherheit, Glaube, Hoffnung und Liebe zu Ihnen.“
Vater Gavrilo: „Nichts ist undurchführbar.“
Zoran Vuković: „Und ich fühle so wie wenn ich in einer ruhigen Bucht bin, wenn Sie da sind. Ja, lieber Vater: was den Menschen unmöglich ist das alles ist dem Herrn möglich.“
Vater Gavrilo: „Ja, aber von Herceg Novi bis Lepavina gibt es unterschiedliche Winde und Stürme.“
Zoran Vuković: „Ja, das haben Sie so gut gesagt. Wenn wir doch nur physisch näher wären, dann wäre bestimmt bei weitem alles anders.“
Vater Gavrilo: „So seien wir im Gebet zusammen.“
Zoran Vuković: „Das sind wir immer, lieber Vater. Wenn nichts anderes, dann kann ich die Akatiste für Sie und zu Ihrer Gesundheit lesen. Auch wenn ich ein Sünder bin, so ich glaube daran, dass der Herr alles sieht.“
Vater Gavrilo: „Ich bete auch und erwähne im Gebet alle meine geistlichen Kinder, die auf der ganzen Welt zerstreut sind.“
Zoran Vuković: „Aber wieder sind wir doch alle mit unserem Herrn Gott vereint, der uns die Güte, Liebe, Freude und den geistlichen Fortschritt gibt.“
Vater Gavrilo: „Nichts ist weit entfernt, wenn alles nah ist.“
Zoran Vuković: „Ja, so ist es. Dem Herrn sind wir alle nah. Und natürlich die geistliche Familie von Lepavina.“
Vater Gavrilo: „DIE GEISTLICHE TRIBÜNE HAT UNS ALLE NAHEGEBRACHT UND UNS ZU EINER GEISTLICHEN FAMILIE OHNE GRENZEN - AUF DER GANZEN ERDKUGEL VERTEILT - GEMACHT.“
Zoran Vuković: „Gesegnet sei der liebe Gott. Ich bin der lebendige Beweis, dass es wahrhaftig so ist. Ich danke Ihnen Vater. Jetzt werde ich so einen glücklichen und ausgefüllten Tag haben. Erwähnen Sie mich sündigen in Ihren Gebeten. Alles Gute vom Auferstandenen Herrn.“

55. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Nikola

Vater Gavrilo: „Gott segnet Bruder Nikola.“
Bruder Nikola: „Vater, wie geht es Ihnen?“
Vater Gavrilo: „...wenn ich (da) bin geht es, und wenn ich nicht (da) bin, dann geht es nicht. Wobei das heißt: Wenn ich mich melde geht es mir gut, und wenn ich mich nicht melde geht es mir nicht gut. Und das ist es eben.“
Bruder Nikola: „Ich freue mich sehr, dass ich mit einem Geistlichen kontaktieren kann. Denn in letzter Zeit, glauben Sie mir, ist es sehr schwer ein lebendiges geistliches Wort zu finden.“
Vater Gavrilo: „...Irgendetwas geht bei meinem Computer im Moment nicht. Er ist „krank geworden, irgendwie tut ihm der Kopf weh“, und er funktioniert nicht. Woher melden Sie sich?“
Bruder Nikola: „Die Gespräche in den städtischen Kirchen werden immer weniger, es herrscht hoher Andrang bei den Priestern. Aber Sie haben auch sehr viel Arbeit, das ist verständlich...aus Belgrad. Ich bin 30 Jahre alt, verheiratet und habe noch keine Kinder.“
Vater Gavrilo: „Nun, so existiert auch ein virtueller Geistlicher, so dass man auch in diesem Zeitalter der fortschrittlichen Technologie geistlich wirken kann.“
Bruder Nikola: „Gott sei Dank, dass man auch von dieser Technologie irgendeinen Nutzen hat. Ich las einige Ihrer Antworten auf Fragen, und fand Gefallen an Ihren Überlegungen zu den Personalausweisen. Denn ständig höre ich, dass man diese nicht annehmen sollte. Einmal sogar las ich ein Flugblatt in dem stand, dass eine Spur hinterlassen wird, die nicht sichtbar ist, wenn man für den Pass den Fingerabdruck abgibt...Aber ich denke, dass wir uns unnötigerweise mit diesem Thema ermüden. Danke nochmals, dass Sie meinen Kontakt annahmen. Ich hoffe, wir bleiben in Verbindung...“

54. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester Panda aus Mazedonien

Schwester Panda: „Auch wenn Sie sich nicht erinnern, ich möchte Ihnen gerne eine Frage zu den neuen Identifikations-Dokumenten (Personalausweis) stellen. Im Internet wird viel darüber geschrieben: man soll diese Dokumente nicht nehmen. Mein Personalausweis gilt bis zum Jahr 2009. Und ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich brauche ihn, denn ich bin in einer staatlichen Stelle beschäftigt. Dabei bin ich Teil einer Wahlkommission, bei der man nicht ohne den Personalausweis sein kann. Ich bitte Sie um Rat: wie soll ich mich verhalten?“
Vater Gavrilo: „Haben Sie denn irgendwo einen Urwald, indem Sie sich ansiedeln könnten, wenn Sie diese (Dokumente) nicht annehmen wollen? Denn Sie lehnen damit den Gang der Zivilisation ab. Und wenn Sie damit Ihren Kopf belasten, dann ist das nur verlorene Zeit. Deswegen geht die Seele nicht in die Hölle. Für gute Taten gehen wir in den Himmel, wohingegen wir für Untaten verurteilt werden. Überhaupt keine Chips, die für vergängliche materielle Dinge stehen, spielen hierbei eine Rolle. Wir werden z.B. nicht wegen der Zahl 666, die in der Bibel erwähnt wird, diesen Teil der Bibel, oder die Seite in der man diese Zahl erwähnt, rausreißen, nur weil auch die gleiche Zahl in irgendwelchen anderen okkulten Lehren erwähnt wird; bzw. selbst die Seite 666...Oder sagen wir einmal die Zahl 13 ablehnen, weil diese angeblich Unglück bringt...Oder wenn ein Freitag auf den 13. fällt, dann denken wir, dass dieser Tag Unglück bringt. Jeder Tag ist ein Tag Gottes und hat seine Funktion. Deswegen sollte man besonnen sein und den Geist rein halten. Denn in der heutigen Zeit gibt es viele von denen, die das Volk verwirren, es durch „diesen Virus“ beunruhigen, und es dazu führen mit solchen Dingen anstatt mit dem Gebet, guten Taten für die Rettung der Seele und dem ewigen Leben, ihre Zeit zu verbringen.“
Schwester Panda: „Ich danke Ihnen, Vater Gavrilo. Alle Ihre treuen Gotteskinder aus Prilep in Mazedonien grüssen Sie. Erwähnen Sie uns in Ihren Gebeten. Ich wollte Sie noch fragen, ob Sie den Dokumentarfilm „Begegnung in der Ewigkeit“ haben, und ihren Kommentar zu dieser Darlegung unseres Bruders in Christus, Rusa erbitten.“
Vater Gavrilo: “Gehen Sie in die Kirche. Beten Sie zu Gott. Fasten Sie. Beichten Sie und nehmen Sie die Eucharistie entgegen. Lassen Sie jetzt diese Filme. Lassen Sie die Finger davon, und verschwenden Sie damit und mit diesen Verwirrungen keine Zeit.“
Schwester Panda: „Sie haben Recht. Ich danke Ihnen für Ihre Zeit. Gott sei mit Ihnen und mit Ihrer Bruderschaft im Kloster Lepavina.“
Vater Gavrilo: „Einen Gruss und Segen aus dem Kloster Lepavina Ihrer geistlichen Gemeinschaft und Vater Kiril von Vater Gavrilo.“
Schwester Panda: „Ich danke Ihnen.“
Vater Gavrilo: „...und ich danke Ihnen Schwester Panda für die Frage, die Sie mir stellten, und auf die ich Ihnen mit meiner Art zu überlegen antwortete. Aber das bedeutet nicht, dass man das annehmen muß. Denn jeder ist frei in seiner Entscheidung darüber, ob er den „Chip“ annehmen will oder nicht. Dies hier ist nur meine persönliche Meinung und Beurteilung, denn mich belastet das persönlich überhaupt nicht noch verwirrt es mich.“

53. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Ljubinko

Bruder Ljubinko: „Gott hilft Vater! Segnen Sie. Gerade las ich Ihre Antwort auf die Frage der Schwester aus Mazedonien. Es ist die Antwort Nr. 54. Vater, die Antwort die Sie gaben ist für mich das Allerbeste. Denn die Menschen belasten sich mit unterschiedlichsten Dingen: was passieren wird, wie ist die Zahl, dem „Chip“ und anderen Sachen. Aber Gott sei Dank antworten Sie kurz, klipp und klar. GOTT sei Dank dafür, denn die Menschen belasten sich damit. Aber diese Antwort ist mir von allen anderen geschriebenen bis jetzt persönlich am Liebsten. Der liebe Gott und die MUTTER GOTTES soll Sie beschützen.“
Vater Gavrilo: „Ja, heute sind die Menschen mit unterschiedlichsten Versuchungen dieser Welt, wie die Frage über den Chip oder die Zahlen, belastet. Wohingegen sie nicht damit belastet sind zu erfahren, wie sie das HIMMELREICH im zukünftigen Zeitalter erhalten, das unvergänglich und ewig ist, und in dem man bei den heiligen Engeln und allen Heiligen ist.“

52. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder M.

Bruder M.: „Gott hilft, Vater, segnen Sie. Der Text von Bruder Radomir und natürlich von Ihnen ist wunderbar, geehrt sei der Herr. Bruder Radomir ist in die richtige Herde gekommen: hier wird er von „der lebendigen Quelle trinken“. Der Bruder ist ein echter Diamant. Er fand den richtigen Geistlichen: Einen, der ihn so schleifen wird, dass er noch heller - so wie das Licht im Dunkeln – leuchten wird. Es gibt „viel zu ernten, aber wenig (Ernte-) Helfer“. Sagen Sie Vater, wie schaffen Sie es allen zu antworten?“
Vater Gavrilo: „Man schafft es mit dem Willen und der Liebe gegenüber meinen geistlichen Kindern, die mir der Herr gab.“
Bruder M.: „Geehrt sei der Herr. Lieber Vater ich lese Ihre Antworten, die Sie über Skype gaben.“
Vater Gavrilo: „Hast Du denn etwas von dem Gelesenen behalten und daraus gelernt?“
Bruder M.: „Das ist eine ausgezeichnete Frage, wieviel wir vom Gelesenen lernen und wieviel wir davon anwenden. Ich habe wieder eine Frage, wobei ich denke, dass dies auch Andere interessieren würde: Wie wirkt unser Gebet für andere Menschen wirklich? Ich habe da im Blick diejenigen, die mir am aller nächsten stehen: die Familie, die Freunde, aber es betrifft auch die Feinde. Kann sich jemand aufgrund unseres Gebets ändern, auch wenn er selbst nicht betet?“
Vater Gavrilo: „Das Gebet hat immer einen Einfluss, aber das Maß - wie innig und verinnerlicht man betet - ist entscheidend. Das Gebet der Mutter ist das Stärkste für Ihre Kinder, und das Gebet des Geistlichen ist das Stärkste für seine geistlichen Kinder.“
Bruder M.: „Vater Gavrilo, und wie sollen wir den Anderen helfen? Sollen wir unsere Geistlichen bitten, Ihnen ihre Namen geben, damit sie diese in ihren Gebeten erwähnen?“
Vater Gavrilo: „Man sollte nur seinen eigenen Namen geben.“
Bruder M.: „Danke, Vater. Jeder Ihrer Ratschläge ist Balsam für mich Sündigen.“

51. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Bruder Stamenko

Bruder Stamenko: „Morgen Vater ist es ein Jahr her seit dem ich aufgehört habe zu rauchen, dank Ihrer heiligen Gebete zur Allheiligen Mutter Gottes von Lepavina. Nach 25 Jahren der Vergiftung, des Rauchens von zwei bis drei Schachteln pro Tag, beendete ich diese Sünde und dieses Laster, so wie wenn ich nie im Leben geraucht hätte....Ich danke Ihnen lieber Vater, so soll der Herr Sie beschützen und unsere Heilige Mutter Gottes Ihnen in der Not und in den Versuchungen beistehen. Dasselbe wünsche ich Ihrer vereinten Bruderschaft Vater Vasilije, Vater Teofan und Vater Marko.“
Vater Gavrilo: „Bruder Stamenko, es freut mich, dass sich auch Ihre Frau registriert hat.“
Bruder Stamenko: „Vater, ist es in Ordnung, wenn ich Ihnen ein Erlebnis von der Beichte erzähle? Danke Vater.“
Vater Gavrilo: „Bruder Stamenko ich glaube, dass Sie den link zu Fragen und Antworten zur Beichte geöffnet haben.“
Bruder Stamenko: „Ja, das habe ich Vater. Deswegen dachte ich auch daran meine Erfahrung zu erzählen. Ich denke es ist von Nutzen.“
Vater Gavrilo: „Das ist in Ordnung.“
Bruder Stamenko: „Als ich zur Beichte ging (zur Fastenzeit des Heiligen Peter und Paul) trat ich zum Priester und wünschte mir ihm meine Sünden zu beichten. Bevor ich dazu kam meinen Mund zu öffnen, da fragte er mich schon: „Hast Du geraucht?“ Und ich antwortete ihm: „Ja, Vater aber nur bis Mitternacht“. Da sagte er: „Jetzt gebe ich Dir den Segen die Eucharistie entgegen zu nehmen, aber in Zukunft gehe zu einem anderen Priester, wenn Du nicht mit dem Rauchen aufhörst. Und so endete meine Beichte. Nichts wäre wundersam gewesen, wenn ich nicht vor ein paar Monaten gesagt hätte, dass ich mit dem Rauchen aufhören würde, wenn mir ein Priester die Einnahme der Eucharistie verbieten würde. Leider kämpfe ich noch mit dieser Sünde. Aber der liebe Gott wird es geben, das ich damit auch aufhöre.“
Vater Gavrilo: „Nun Bruder Stamenko beginne von heute an: vom großen Feiertag, dem KREUZTAG. Ja, das Rauchen ist ein Laster. Aber es ist nicht unlösbar, wenn man nur einen festen Willen hat.“
Bruder Stamenko: „Vater irgendwie hat mich mein Rechner die ganze Zeit rausgeworfen und zeigte mir, dass ich verbunden war, dabei war ich das gar nicht. Ich habe den Willen. Vater, ich werde es gleich probieren. Alles Gute und Gott soll Sie beschützen. Nun Vater, das war am Feiertag des Kreuzerhöhungsfestes 2007, und wie ich in diesem Augenblick die Zigaretten weg warf hatte ich kein Bedürfnis mehr zu rauchen. Verzeihen Sie Vater, aber das hebe ich im „Archiv“ auf. Geehrt sei der Herr!

50. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester Z.

Schwester Z.: „Gott hilft, Vater Gavrilo. Lange meldete ich mich nicht bei Ihnen. Ich konnte nicht. Zum Kloster wollte ich kommen, aber ich hatte nicht genug Geld dafür. Wahrscheinlich ist das der Wille Gottes. Der Herr wird es schon noch geben. Zu der Zeit hatte ich einen Unfall, aber Gott half mir. Nun es ist ein Wunder, dass der Herr trotzdem auf mich aufpasst, so wie ich bin. Dabei bin ich wieder voller Hoffnung, dass der Herr mir helfen wird, und ich mich bessere. Ich las über das „Kurbad Vitezda“ und schaute mir die Aufnahmen an. Vater, es ist einfach so: Sie geben auch uns die Kraft um zu kämpfen. Ich habe so vieles, das ich Ihnen schreiben möchte. Ich weiß nicht, ob Sie die Zeit haben werden dies zu lesen. Ich denke an Sie, auch wenn ich nicht die Möglichkeit hatte mich zu melden. Meine Brüder und Schwestern haben mich abgeschrieben, dabei sage ich mir: ich bin nicht „von heute auf morgen“, auch wenn mein Leben so ist „von heute auf morgen“. Ich bin nicht dort bei Ihnen, aber ich bete für Sie. Auch wenn ich vielleicht nicht würdig bin, dass meine Gebete Gott erreichen, so bin ich wenigstens hartnäckig. Man sagt, wenn jemanden etwas gegeben ist, so soll er auf das aufpassen. Und wenn er nicht darauf aufpasst, dann verliert er es. Und uns, denen nichts gegeben wurde, uns verlorenen bleibt nur nicht vom Weg zurückzutreten.“

Vater Gavrilo: „Gott segnet, Schwester Z.. Von wo aus melden Sie sich?“
Schwester Z.: „Aus Holland, Vater Gavrilo.“

Vater Gavrilo: „Sie schreiben von Ihrer Lebenserfahrung, die sehr vielen Menschen von Nutzen sein wird. Ich werde Zeit haben es zu lesen. Es scheint mir, dass Sie sich von Zeit zu Zeit meldeten, als es noch die geistlichen Gespräche in unserer virtuellen Gemeinde (virtuelle geistliche Diskussionstribüne) gab.“
Schwester Z.: „Ja, Vater. Ich besuchte die geistlichen Diskussionen in der virtuellen Gemeinde. Weshalb gibt es das jetzt nicht mehr?“

Vater Gavrilo: „Ich habe mich für diese Art der virtuellen Kommunikation über Skype entschieden. Die Kommunikation ist auf diese Art und Weise besser, als auch für die Gesprächsteilnehmer nützlicher.“
Schwester Z.: „Mir ging der Computer kaputt. Jetzt habe ich einen anderen. Er ist alt, aber er funktioniert wieder. Ich hoffe immer, dass Sie sich bei mir melden. Nun wenn sich uns sündigen und ein wenig verrückten Menschen jemand meldet, der Gott lieb und nah ist, dann können Sie sich diese Freude nicht vorstellen. Alles kommt mir dann in den Sinn: die Reue und die Scham. Aber ich werde kämpfen, Vater, dass die Sünde nicht stärker wird als ich, die ich so klein bin. Denn Gott hat uns erschaffen; und wenn es ein wenig Gott in mir gibt, dann muß das stärker sein als alles Schlechte. „Mein Gott hat blaue Augen (Himmel), mein Gott ist gegen die Könige der Nacht, solange ich im Traum fliege und suche, werde ich die Hände zusammenlegen und an das Blaue denken (ich werde beten)“….Das ist ein Kinderlied, aber ich mag es sehr und singe es, wenn es mir schlecht geht. Ich muß Ihnen etwas zuschicken, das ich gemacht habe. Ich malte Ikonen, aber ich weiß selbst nicht einmal, ob man das so machen darf, ich fragte niemanden. Ich habe eine Ikone der Heiligen Petka und eine des Heiligen Johannes gemalt. Eine weitere Ikone der Mutter Gottes habe ich noch nicht fertig. Ich habe sogar damit begonnen ein Buch zu schreiben. Auch das muß ich Ihnen schicken. Und ich muß Ihnen die Ereignisse und meine Sünden erzählen. Aber irgendwie würde ich am meisten wünschen zu Ihnen zu kommen. So Gott will, wird das auch wahr werden. Ich sollte meinen Geist etwas mehr dem Geistlichen zuwenden, mich bis zum Boden verneigen und bereuen, sowie mich von der Angst und von einer gewissen Verschlossenheit befreien. Ich sollte mich selbst übergehen um Gott und den Glaubens willen, damit mich der Herr anschaut und mir hilft wieder zu Verstand zu kommen. Ich bin schlecht, lieber Vater, aber ich will ehrlich bereuen und Gutes tun. Denn ohne das Gute und ohne Gott gibt es kein Leben auf dieser Welt. Da kann man reden was man will auf dieser Welt. Das Leben ist kein Film. Und ich will nicht Leben wie im Film. So soll der Herr mir helfen. Und Sie, Vater, der Herr soll uns Sie behüten.“

Vater Gavrilo: „Gott segnet, Schwester Z.. Und ich danke Ihnen für Ihre hier geschriebenen Worte. Hier ist ein wunderschönes, kurzes aber geistlich reiches Gespräch.“
Schwester Z.: „Ich danke Ihnen, Vater Gavrilo. Dafür, dass Sie nicht schauen wer genau wer ist, und dass Sie uns zuhören und uns helfen, auch wenn wir das nicht verdient haben. So erkennt man, dass der Herr gütig ist. Gott sei Dank für Seine Güte und dafür, dass Er uns nicht im Stich lässt.

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49. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester Nedeljka.

Schwester Nedeljka: „Gott hilft, Vater Gavrilo, segnen Sie! Vor geraumer Zeit las ich einen Text im Tagesblatt „Politika“ dessen Thema die Gesundheit war, und ich entdeckte viele Ähnlichkeiten mit Ihrer Haltung, die Sie im Text „Vater Gavrilo für seine geistlichen Kinder“ auf der Webseite des Klosters Lepavina veröffentlichten. Der Text ist nämlich mit Aussagen und Feststellungen von Ärzten bestückt, wobei diese direkt aus ihrer Praxis sprechen: wie schlecht und schädlich die Ungehorsamkeit gegenüber dem Arzt, sowie die Nichteinhaltung seiner Empfehlung während der Entwicklung und der Heilung der Krankheit für die Gesundheit ist. Und wie gefährlich alternative Arzneimittel sind, die seitens „Wunderheilern“ und „Großmüttern, die alle Krankheiten heilen“ gemacht werden, insbesondere dann wenn diese Mittel ohne das Wissen und die Erlaubnis des Arztes verwendet werden. So wird nur die Hauptkrankrankheit vertuscht und die gesundheitliche Krise vertieft, die auch das Leben des Patienten in Gefahr bringen kann. Natürlich verstehen wir unter den „Präparaten der Großmutter“ nicht „die Pflanzen aus der Apotheke Gottes“. (Ein wunderschöner Ausdruck wie ich finde, und den ich hier verwenden möchte). Diese schuf der Herr als natürliche Arzneimittel. Wir verstehen darunter auch nicht sonstige Pflanzen, die man für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet, die seitens des Ministeriums für Gesundheit und kompetenter Institutionen geschützt werden, um ihre Qualität als Arzneimittel zu verankern. Unterdessen ist klar, dass alle Arzneimittel, die ein kranker Mensch für seine Heilung benutzt - egal ob es sich dabei um synthetische oder natürliche Arzneimittel handelt - unter der strengen Aufsicht der Ärzte verwendet werden müssen. Denn auch die Ärzte hat der Herr bestimmt das zu sein was sie sind: Diese sollen den Menschen helfen und sie heilen.

Vater, ich habe auch aufmerksam den Weg Ihrer Heilung verfolgt. Ihre Rehabilitation ist ein wahres Wunder. Seid der Operation Ihres Beines, das drei volle Tage nicht mit Blut versorgt wurde, d.h. das vollkommen kalt und leblos war, sind erst zwei Jahre vergangen. Und heute? Das Bein funktioniert nicht nur völlig normal, sondern durch die regelmäßige Durchführung der Therapie und dem eifrigen und täglichen üben brachten Sie den ganzen Körper in einen Zustand der völligen Vitalität zurück. Ich sah, dass sogar die Ärzte darüber begeistert sind. Denn diese stellten fest, dass an der operierten Stelle praktisch keine Schrauben sichtbar sind. Es ist so wie wenn es überhaupt keine Operation gab. Auch haben sich die Blutzellen des anderen Beines erholt, da diese zu einem großen Prozentanteil verstopft waren.

Es ist bekannt, dass viele Menschen nicht einmal auf ihren ernsten Gesundheitszustand achten. Ein Beispiel dafür sind Patienten mit einem aufgrund der Folgen von Diabetes ernsthaft angeschlagenen Gesundheitszustand. Es gibt solche Patienten, die anstatt zur regelmäßigen Kontrolle beim Spezialisten und Diabetologen, (der wohl die peripheren Blutgefäße, als auch die Blutgefäße des Auges und anderer Organe vor der Zerstörung und Beschädigung des Gewebes retten kann), sich unverantwortlich gegenüber dem Erhalt ihrer Gesundheit verhalten. Sie benutzen dann unterschiedliche Arzneimittel und Öle, die nicht der Arzt, sondern „unterschiedliche Ärzte“, (alle natürlich in guter Absicht, aber nicht ausreichend eingeführt in die Ernsthaftigkeit der Erkrankung), verschreiben. Mit der Folge, dass die Krankheit in einer großen Schnelligkeit voran schreitet und jeden Tag immer mehr Organe beschädigt. Ich bemerke Vater wie Sie, dank gerade dieser tadellosen Disziplin, dem Gang zu regelmäßigen Kontrollen, sowie den täglichen Übungen, alle Resultate unter Kontrolle haben und den ganzen Organismus in einen Zustand der vollständigen Vitalität zurückbrachten. Ich weiß, dass Sie sagen werden, dass der Herr und die Allheilige Mutter Gottes über gute Menschen ein Wunder vollbrachten und Sie ins Leben zurückbrachten. Vater, ich möchte Sie deswegen trotzdem bitten Ihre große Erfahrung, die Sie in Ihre körperliche Genesung steckten, mit uns zu teilen. Denn ich erinnere mich daran wie Sie mit Freude sagten: „Nun ich kann jetzt so wie früher mit einer vollkommenen Leichtigkeit die ganze Heilige Liturgie abhalten.“

Vater Gavrilo: „Gott hilft! Gott segnet! Schon mehrmals schrieb ich über die erstaunliche Undiszipliniertheit sowohl gebildeter als auch ungebildeter Menschen im Bezug auf den Erhalt der eigenen Gesundheit. Gott gab uns Gesundheit, aber Er lässt auch Krankheiten zu. Deswegen gab Er uns das Gebet, aber auch die Möglichkeit mit der Hilfe von Ärzten geheilt zu werden. Wenn wir schon gezwungen sind uns in einem Krankenhaus behandeln zu lassen, dann ist meine Erfahrung folgende: Man sollte sich wirklich ausnahmslos an die Ratschläge der Ärzte halten. Wenn wir uns an den Arzt wenden, aber gleichzeitig seine Anweisungen nicht befolgen, so können wir erstens nicht gesund werden. Zweitens nehmen wir einem anderen Kranken den Platz weg; (der vielleicht wegen uns nicht beim Arzt an die Reihe kommt, aber der sich gerne von diesem behandeln lassen würde). Desweiteren wird sehr viel Geld für unsere Behandlungen und für die Dienste der Ärzte ausgegeben. Mit unserer Undiszipliniertheit vernachlässigen wir all das. Und wir verschwenden dabei praktisch eine enorme Geldmenge, wobei sich unser Gesundheitszustand nur weiter verschlechtert. Ja, im Text aus dem Tagesblatt „Politika“ werden meine Beobachtungen, die ich einige Male schon beschrieb, praktisch identisch vorgetragen. Aufgrund der Operation am Bein hielt ich mich zum ersten Mal in einem Krankenhaus auf. Dabei war eine anschließende Rehabilitation in Kurbädern für Herzkreislauf-Krankheiten unerlässlich. Ich war überrascht über den schwierigen Zustand meines Organismus. Wegen der täglichen Verpflichtungen im Kloster und in der Gemeinde achtete ich praktisch weder auf meine Resultate noch auf die Krankheit, die immer schlimmer wurde. Das war so bis zu dem Augenblick als der gesamte Organismus (von der Krankheit) eingenommen war und praktisch versagte. Als mir die Ärzte den Zustand meines Organismus vor Augen führten, als ich sah, dass dieser eigentlich hoffnungslos ist, entschied ich mich ihre Ratschläge diszipliniert und ausnahmslos zu befolgen, mich selbst maximal für meine Genesung einzusetzen, sowie alle Dinge dafür zu tun, die von mir abhängen. Das implizierte den regelmäßigen Gang zur Kontrolle, die regelmäßige Einnahme der Arzneimittel, sowie die tägliche physische Aktivität unter der strengen Kontrolle von Physiotherapie-Spezialisten. Nun, Gott und der Allheiligen Mutter Gottes von Lepavina sei Dank: denn diese gaben mir die Kraft zur Genesung, so dass ich mich jetzt gut fühle. Regelmäßig nehme ich Arzneimittel ein. Ich gehe zu den Kontrollen, wobei ich täglich Übungen mache. Alle Resultate sind wirklich unter der Kontrolle und dem strengen Blick der Ärzte.

Ich war sehr überrascht als ich sah, wie sehr und wie unernst sich Patienten gegenüber ihrer eigenen Gesundheit verhalten: Nicht nur weil sie selbst nichts für die Verbesserung ihrer Gesundheit tun, sondern weil sie nicht einmal die Ratschläge der Ärzte befolgen. Sie verwenden nicht die verschriebenen Arzneimittel. Sondern jeder, der irgendeine eigene Erfahrung hat, gibt diese auch an andere weiter. Und so verwenden die Menschen dann alles Mögliche, wobei die Genesung nicht eintritt und auch nicht eintreten kann. In ihren Augen sind dann natürlich die Ärzte die Hauptschuldigen. Dann verschlechtert sich wieder der Zustand, da dieser ja nicht behandelt wurde. Daraufhin hört dieser undisziplinierte Patient wieder von einem anderen Arzt und geht zu ihm. Doch weder befolgt er dessen Ratschläge noch glaubt er ihm. Aber auch der Arzt weiß, dass ihm der Patient nicht folgsam sein wird, denn dieser gehorchte auch seinem Vorgänger nicht. Folglich geht der Patient zum dritten Arzt, und so kommt es zu einer ernsthaften Entwicklung der Krankheit; soweit dass es fast sogar zu spät sein kann. Es gibt viele Beispiele dafür, dass der Patient zum vereinbarten Kontrolltermin nicht erscheint, er seinen Arzt wechselt, alternative Arzneimittel verwendet, so dass die Verschlechterung seiner Krankheit unausbleiblich ist. Man kann nicht eine Wunde, die aufgrund einer Gewebeschädigung entstand mit einem heilsamen Öl beschmieren und behandeln, sondern man muß die Ursache behandeln, wegen der die Wunde entstanden ist. So eine Art von Behandlung kann sogar sehr gefährlich sein: Denn es kann zu einer Scheinverbesserung kommen, aufgrund der man eine unerlässliche Kontrolle beim Arzt vernachlässigt. Denn das Resultat könnte gesundheitsschädigend sein, da eine unbehandelte Krankheit immer mehr und mehr Überhand nimmt.

Derweil möchte ich alle meine geistlichen Kinder, und alle die dies Lesen werden, dazu aufrufen nicht von Arzt zu Arzt rennen, sich ausnahmslos an die Ratschlägen Ihres Arztes zu halten, regelmäßig zur Kontrolle zu ihrem Spezialisten zu gehen, da nur dieser die Historie der Krankheit besitzt, sowie wieder und ausschließlich nach dem Rat des Arztes täglich gymnastische Übungen zu machen. Das ist unerlässlich. Der Erfolg meiner Genesung ist ausschließliche auf die ausnahmslose Folgsamkeit in der Anwendung der Arztratschläge und der Eifrigkeit bei der Durchführung der gymnastischen Übungen zurückzuführen, da mein Organismus vollständig angeschlagen war.

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48. Geistliches Gespräch von Vater Gavrilo mit Schwester N.

Schwester N.: „Gott hilft, Vater. Vater, Segnen Sie. Ich bin es wieder N.“
Vater Gavrilo: „Gott segnet. Was ist jetzt wieder?“
Schwester N.: „Vater, ich muß Ihnen das erzählen: seit dem ich in die Kirche gehe und regelm&#